Katharina Zenhäusern: «Es brauchte Mut»
Katharina Zenhäusern
«Die Heldinnen von Unterbäch», schrieb die Zeitschrift Annabelle über die Frauen, die den Schritt zur Urne wagten. Eine davon: Katharina Zenhäusern.
Am 5. März 1957 schenkte die Gemeindeverwaltung den Unterbächnerinnen - gegen den Willen der Landesregierung - ein einmaliges Abstimmungsrecht. Gesamtschweizerisch das erste Mal überhaupt, dass Frauen an die Urne durften, und dies 14 Jahre bevor das Frauenstimmrecht in unserem Lande Einzug hielt.
Die 33 von 84 Frauen in Unterbäch, die damals zur Urne gingen, mussten sich diverse Schimpfworte anhören. «Es brauchte Mut», sagt Katharina Zenhäusern, die als erste Frau im Land einen Stimmzettel einlegte. Obwohl ihre Stimme damals noch ungültig war, gilt Unterbäch seitdem als «Rütli der Schweizer Frau».
