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03.02.2012

Wollsäuli Lotti: «Ich bin auch eine Aktie!»

Das WEF-Motto «Der grosse Wandel - die Gestaltung neuer Modelle» hat ein innovativer Tessiner Bauer schon längst umgesetzt. Sein Wirtschaftsmodell: Investment in eine Wollsau.

Statt in Währungen oder Gold, kann man bei Bauer Leutenegger auch in ein Wollsäuli investieren. (Keystone)

Klingt verrückt, ist es auch. Doch es scheint zu funktionieren. Man investiert Geld in eine Wollsau oder ein Rindvieh von Biobauer Guido Leutenegger. Als Dividende erhält der Investor Fleisch. Ein Modell, welches vor allem bei Bankern auf grosse Gegenliebe trifft.

Bauer Leutenegger: «So kam ich auf die Säuli-Idee»

Konkreter: Man investiert zum Beispiel 2500 Franken in eine Sau, dieses pflanzt sich fort, bringt neue Säuli zur Welt. Der Investor bekommt während 10 Jahren Schweinefleisch im Wert von 350 Franken pro Jahr. Unter dem Strich macht der Investor so ein Gewinn von 1000 Franken über 10 Jahre - in Form von Fleisch.

Ideal zum Bluffen!
Bauer Leutenegger hat Erfolg mit dieser Idee, gerade bei Leuten aus der Finanzbranche: «Macht sich natürlich gut, wenn man erzählen kann, man habe eine Sau gekauft!» In diesem Fall seien Investoren auch eher mal bereit, ein gewisses Risiko einzugehen. «Wenn sie 100-prozentig abgesichert sein wollen, dann ist die Säuli-Aktie eher nichts für sie.»

Bauer Leutenegger: «Die Säuli-Aktie ist cooler als traditionelle Investments»

Die clevere Marketing-Idee «Aktie Lotti» hat sich herumgesprochen, Bauer Guido Leutenegger hat eine neue Einnahmequelle gefunden. Doch die Idee könnte auch für andere Bereiche Vorbild sein. Vielleicht kann man bald auf ähnliche Art und Weise auch in Fussballer oder Musiker investieren. Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt.

Martin Oswald / Martina Arpagaus

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Schnellsuche:

Eine «Kuh-Aktie» namens Lotti

In einem Zeitungsinserat wirbt ein findiger Bio-Bauer für ein «Kuh-Investment» in schottische Hochlandrinder. Mit ökologischem Engagement und einer attraktiven Dividende in Fleischform wirbt der Initiant um neue Investoren.   Mehr

Espresso vom Mittwoch, 26.1.2011, 08.20 Uhr, DRS 1

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