Rolf Maibach: «Es wird sehr viele invalide Menschen in Haiti geben»
Rolf Maibach (r.) ist Direktor des Alber Schweizer-Spitals in Haiti.
24. Januar 2010: Die Schäden des Erdbebens sind unvorstellbar. Die Helfer, wie das Team rund um den Schweizer Arzt Rolf Maibach, stehen seit Tagen unermüdlich im Einsatz - und kommen so langsam selber an ihre Grenzen. Teilweise haben Chirurgen drei Tage und Nächte ununterbrochen operiert.
13. Januar 2010: Das Telefonnetz in Haiti ist vollständig unterbrochen. Spärliche Informationen sammelt sich Rolf Maibach, der zurzeit in der Schweiz ist, übers Internet zusammen. «Die Hauptstadt Port-au-Prince liegt in einer Staubwolke, was mit den drei Millionen Bewohner der Stadt passiert ist, weiss zurzeit niemand», sagte Rolf Maibach im Telefoninterview mit DRS 3.
Die Infrastruktur ist in Haiti nur spärlich ausgebaut. Nach dem Erdbeben herrschten chaotische Zustände. Vor allem auf dem Land fehlen jegliche medizinische Einrichtungen. Es sei ein Wettlauf mit der Zeit, sagte Rolf Maibach, als Mediziner könne man eigentlich jetzt nur noch eines tun: «Grind abe und seckle»
