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Dienstag, 30.3.2010, 23.23 Uhr: Irma Schneider
Mundart
Jedesmal wenn im Radio (Hauchdeutsch) gesprochen wird, schalte ich aus. In letzter Zeit
kommt dies sehr viel vor. Habt Ihr minderwert Komplexe im DRS, dann geht nach
Deutschland und versucht dort euer Glück. Ich möchte Schweizerdeutsch hören und für
das bezahle ich auch. Zur Zeit hört man Hochdeutsch in jedem Laden, auf der Strasse,
im Restaurant usw, und dies geht mir auf den Wecker. Also nicht noch im DRS
Hochdeutsch.
Dienstag, 30.3.2010, 22.09 Uhr: Hansjürg Weder
Mundart-Hochdeutsch
Wir konnten in der Sekundsarschule ein Freifach besuchen : Unser Dialekt (basiert auf dem Althochdeutsch mit 23 Diphtong). Wir lernten ihn lesen und schreiben ! Wir lernten auch warum in allen Dorfern auf der linken Seite des Rheins, vom Bodensee hinauf nach Sargans, kein Dialekt gleich gesprochen wie der andere.
Das man im Bundeshaus Hochdeutsch spricht verstehe ich. Für das hat man ja Deutsch schreiben und Sprechen gelernt. Kaum jemand ist mehr hier im BR-Gremium, welcher sich, wie zum Alt BR Furgler, mit der Deutschen Sprache intensiv auseinandersetzte. Heute kann jeder schreiben wie er will, alles ist richtig !!
Gehen wir einmal über die Grenze zu unserem nördlichen Nachbar. Von 70 Mio können 60 Mio Hoch-Deutsch. Jeder spricht seinen Dialekt, ob bayrisch, plattdeutsch oder berlinerisch, etc. Alle diese Dialektsprechenden haben grösse Mühe sich zu verstehen !!!
Ein weiteres Problem haben wir in der Schweiz, nämlich zu meiner militärischen Karriere hatte ich das Vergnügen meine WK in den verschieden sprachigen Gebieten zu machen. Dort lernte man die ersten Hürden der französischen, respektiv italienischen Sprache zu nehmen. Auch kulturell konnten wir immer wieder etwas mitbekommen. All dies hat mich auf meinem 12 jährigen Auslandeinsatz (für eine Schweizerfirma) gerlernt mich mit anderen Sprachen, Leuten und Kulturen abzugeben.
Heute ist es wichtig, das wir dialekt Sprache so beherschen, dass wir uns auch gefühlvoll ausdrucken können !
Wer heute Englisch lernt und dabei vergisst die Idiome mit zu erlernen, wird nie ein Künstler dieser Sprache werden, verschwiegen dann ein Schotte zu verstehen.
Die französische Sprache habe ich (als Rheintaler) durch die Heirat mit einer fränzösich sprechenden Walliserin mir angeeignet. Auch die vielen Freunde aus der Westschweiz haben mir dabei sehr geholfen.
Sie sehen es geht, wenn man will !
Dienstag, 30.3.2010, 21.18 Uhr: Mister T
Mundartverwischung
Wenn mä bi ös am Gymi mal so um sich loset, ghöt mä Sache, da stönd aim d'Haar z'Berg.
Da redet d'Lüt vo "Karotten", statt "Rüebli"und "weil", statt "wil", und märkät nüd mal, dass sie nöd Dialäkt redet. Ich glaub da chunnt devo, dass mä fasch nu no dähem Dialekt redt. S'isch au käs Wunder, dass mä als Nöd-Schwiizer s'Gfühl hät, mä müess sich nüd aapasse und integriere, wänn all Schwiizer sich ihne aapassed. Bi ös im Gymi bechömed die Dütsche no besseri Mündlichnote, will sie halt bessers Hochdütsch rede chönged. Und mir Schwiizer, wo ös Müe gend, "bedürfen einer besseren Ausprache."
"Wir sind vermutlich das einzige Land -mind. in Europa- welches laufend Teile seiner Identität abgibt. Dieser Trend hat sich in den letzten 10 Jahren massiv verstärkt. Die Mundart ein Teil unserer Identität wird in den Schulen, ja bereits im Kindergarten, durch Hochdeutsch ersetzt. Es bleibt zu hoffen, dass wieder einmal eine Zeit anbricht, in der der/die SchweizerIn wieder zu seiner urtümlichen Identität zurückfindet und stolz darauf ist. " chann ich nume unterstütze. Das trifft's is Schwarze.
Schwiizer: redet konsequänt euä Dialäkt, und sind stolz druf!
Das Ziel ist immer die Verständigung. Nicht mehr und nicht weniger.
Wer also kein Hochdeutsch sprechen will, um sich mit jemandem zu verständigen: Selber schuld!
Wer keine Mundart verstehen (!) lernen möchte, um zu begreifen: Selber schuld!
Wer in der Schweiz leben oder arbeiten möchte, sollte einen Mundartkurs besuchen, nur schon um nicht in die Verhaltensfalle zu tappen. Zum Beispiel: "Ich kriege einen Kaffee."
Geht nicht! Niemand "kriegt" in der Schweiz, es ist in unseren Ohren sogar frech. Wer weiss, dass es "Ich möchte..." heisst, wird besser akzeptiert und gewinnt damit an Sympathie.
Das sollte sich jeder einzelne (Wahl-)schweizer vor Augen halten und bei sich selber anfangen. Was die anderen, inkl. Medien machen, ist dann plötzlich zweitrangig.
Ich plädiere für eine gesunde Mischung, was die Medien betrifft. Aber auch in Schule, Job, unter Freunden... die Mischung macht's!
Dienstag, 30.3.2010, 21.09 Uhr: Christine Gross
Die Heimat meines Herzens ist der Dialekt
Was dr Dialäkt für dr Dütschschwyzer bedütet, seit am beschte ds Gedicht vom Beat Jäggi:
D Muetersproch
I d Wiege hesch sie übercho.
As öppis Heiligs treisch sie noh.
Mit dere Sproch treisch Schritt für Schritt
Der Härzton vo der Mueter mit.
Sie isch …
Wie luuters Wasser uf em Grund,
Wie s Gloggeglüt uf d Frytigstund,
Wie früsches Tou im Rosehag,
Wie heiters Liecht im trüebe Tag,
Wie chüstigs bachets Roggebrot,
Es Fünkli Liebi i der Not,
E letschte Halt bis gstorbe bisch
Und das wo d hesch em Herrgott gisch …
Wäre dieses Gedicht in Schriftsprache, könnte mein Herz nicht mitschwingen, denn seine Heimat ist der Dialekt.
Auch wenn mich die deutsche Sprache und ihre Ausdrucksformen, ihre Dichter und Autoren begeistern udn fasizinieren, ist doch mein Herz im Dialekt zu Hause.
Mein Patenkind und viele andere Jugendliche, die ich kenne, schreiben ihre Briefe und auch SMS vorwiegend im Dialekt, eben deswegen weil dieser Wärme und Geborgenheit vermittelt. Diese Wärme und Geborgenheit wurde als Kleinkind mit der Muttersprache, dem Dialekt, aufgenommen und die lässt sich mit einer fremden Sprache, die man erst später lernt, ob dies nun Englisch oder Hochdeutsch ist, meiner Meinung nach nicht vermitteln.
Dienstag, 30.3.2010, 18.29 Uhr: Ruth Purtschert
Zuviel Mundart am Radio und im Fernsehen
Wir Deutschschweizer tun uns einfach schwer mit Hochdeutsch. Wetterfeen am Fernsehen stolpern und dürfen dann in Dialekt ihre Ansagen machen! Sportinterviews werden zwar mit den entsprechenden Gästen in Hochdeutsch gemacht, aber dann wechseln sie wieder zu Mundart. Entweder das eine oder das andere finde ich. Die jungen Leute schreiben E-mails, SMS, Notizen usw. alles auf Mundart, sehr praktisch - es gibt keine Grammatikregeln. Deshalb verstehen sie Schriftsprache immer schlechter. Dieser Trend gibt mir zu denken. In der Schule lernen sie Früh-Englisch, Früh-Französisch - ich bin für Früh-Deutsch!
Was mich beim Radio ärgert, sind die vielen Walliser. Die versteht man nun wirklich nicht immer.
Dienstag, 30.3.2010, 17.42 Uhr: Urs Baumann
Kleinigkeiten
Es ist unglaublich, über was wir Schweizer alles diskutieren. Ich bin mir gewohnt so zu sprechen, wie mir der Schnabel gewachsen ist. Ich finde unsere Dialektvielfalt enorm schön und interessant. Warum sollten wir das nicht pflegen dürfen? Die Engländer diskutieren auch nicht, ob man schottisch oder südenglisch sprechen darf oder nicht. Mundart oder Hochdeutsch. Man spricht ja im Nationalrat bereits Hochdeutsch. Macht auch Sinn, damit uns unsere Kollegen aus der Romandie und dem Tessin verstehen. Aber irgendwann reicht es mit der Anpassung.
Dienstag, 30.3.2010, 13.17 Uhr: Dalmirei
Die Deutschschweizer können das Standarddeutsch nicht
In allen deutschsprachigen Ländern wird Dialekt gesprochen, mehr oder weniger intensiv. Vor allem zu Hause und im Freundeskreis. Auch der Sozialstatus spielt eine Rolle: je höher, desto weniger wird Dialekt gesprochen. Dass wegen des Dialekts aber Emotionen hochgehen, habe ich nirgend wo sonst erlebt ausser in der Schweiz. Zufällig oder nicht das Land, in dem sich die Bewohner am schwersten tun mit dem Gebrauch der Standardsprache. Man könnte leicht zum Schluss kommen, dass das Gerede von der heimeligen Sprache, und dass das Schweizerdeutsch doch viel mehr Ausdrucksfacetten zulasse (ein völliger Blödsinn) nur eine Ausrede für die Scham davor ist, sich mit seinem Deutsch zu blamieren.
Übrigens ist der fast ausschliessliche Gebrauch der Mundart in der Schweiz recht jungen Datums und möglicherweise erst nach dem 2. Weltkrieg in Mode gekommen.
Dienstag, 30.3.2010, 13.00 Uhr: roland hugener
zu viel Mundart in den Medien wie Radio oder auch Fernsehen
Wir sind vermutlich das einzige Land -mind. in Europa- welches laufend Teile seiner Identität abgibt. Dieser Trend hat sich in den letzten 10 Jahren massiv verstärkt. Die Mundart ein Teil unserer Identität wird in den Schulen, ja bereits im Kindergarten, wenn nicht immer ganz, so doch zu einem schönen Teil durch Hochdeutsch ersetzt. Wir sind inzwischen weltmeister darin, unsere Identität vermeintlichen Sachzwängen unterzuordnen. Das leider nicht nur im Gebrauch unserer Muttersprache, sondern auch auf politischer Ebene. Es bleibt zu hoffen, dass wieder einmal eine Zeit anbricht, in der der/die SchweizerIn wieder zu seiner urtümlichen Identität zurückfindet und stolz darauf ist.
Dienstag, 30.3.2010, 12.57 Uhr: Andre Lebon
Ohne Sprache isoliert
Die Scheweiz ist nicht vier- sondern fuenfsprachig. Deutschsprachige die Hochdeutsch oder eben die Schriftsprache nicht beherrschen sind isoliert von jedem Lesestoff. Wer nie Franzoesisch lernte ist isoliert in der Westschweiz. Und so weiter. Mundart, Dialekt ist immer Muttersprache, die die man perfekt beherrscht und nie vergisst. Jede gelernte Fremdsprache eine persoenliche Bereicherung, Kontakte oeffnend. Fazit; bewahren die Muttersprache und lernen die, die einem wichtig fuer Kontakte. Auslaender integrieren sich ueber Hochdeutsch und so verstehen sie Wort und Schrift. Dokumente die fuer sie wichtig sind weder bern- oder wallisserdeutsch geschrieben. Emotionen sind Unverstaendnis und foerdern die Isolation.
Dienstag, 30.3.2010, 12.56 Uhr: SiS.DRS
Peinliches Schriftdeutsch
Das gesprochene "Schriftdeutsch" der Reporter (insb. häufig SFDRS!) ist zuweilen derart künstlich auf "Deutsch" getrimmt dass es den Sprechenden lächerlich macht und krass peinlich wirkt - (auch auf Deutsche... !).
Die Absurdität: Die/er Interviewer/in müht sich mit Schriftdeutsch ab, der Schweizer Sportler/Politiker etc. antwortet (zu Recht) Mundart.
Das Argument, "gesamtschweizerische "integrativ" Verständigung ermöglichen" ist gültig für zentrale Nachrichten und Berichte (in natürlich gesprochenen Schweizer-Schriftdeutsch).
Darüber hinaus: Ein paar träge Erwachsene und leider die peinlichen Anbiederer an Redaktions-Machtstellen von Radio+Fernsehen.
Dienstag, 30.3.2010, 12.54 Uhr: Marcel Zemp
Nein im Schweizer Raoio soll
Nein im Schweizer Raoio soll auf jeden fall das Dialekt gesprochen werden dürffen. Allerdings muss man schon zugeben dass einige Dialekte schon schwer zu verstehen sind. Aber trozdem soll das Dialekt gesprochen werden dürfen sonst können undere Kinder oder Grosskinder bald nicht mehr nit uns in unserem Dialekt sprechen was meiner meinung nach schon jetzt mit der Schriftsprache in der Schuhle in allen Fächern (ohne ausnahme) die gefahr sein kann.
Dienstag, 30.3.2010, 12.48 Uhr: Palladin
Reaktion auf die Krise
Eine Nation definiert sich weitgehend über die gemeinsame Kultur und Sprache. Für die Schweiz als "Willensnation" funktioniert das nicht. Schweizerdeutsch ist zudem keine eigene Sprache, sondern eine Sammlung verschiedener Dialekt, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Da sich die Schweiz momentan in einer grossen Krise befindet (Swiss-bashing seit über 10 Jahren durch die USA, Steuerstreit mit der EU, Verlust des Bankgeheimnisses, Geiselnahmen usw.), besteht der starke Wunsch, sich auf die eigene Identität zu besinnen (Reduit-Mentalität). Deutsch ist aber unsere offizielle Sprache! Selbst wenn Parlament, Bundesrat und am Schluss wohl das Volk sich dazu entscheiden würden, Schweizerdeutsch von der deutschen Sprache abzukoppeln und zur eigene Sprache zu erklären, blieben da noch die Romands und Tessiner, die damit nichts anfangen könnten. Das staatliche Radio DRS hat daher die Verpflichtung, in deutscher Sprache zu senden und möglichst keine Sendungen in Dialekt auszustrahlen. Den Dialekt sollen die Lokalradios pflegen.
Dienstag, 30.3.2010, 12.29 Uhr: K.J.
Sprache und Identität
Der eigene Dialekt hat doch irgendwo auch etwas mit Identität zu tun. Jede Sprachgruppe steht doch für den eigenen Dialekt ein. Das ist doch normal und auf der ganzen Welt so. Die eigene Sprache soll man auch pflegen. Nicht normal ist es doch, wenn die Kinder im Kindergarten, auch während des „freien Spielens“ oder die Schüler in der Turnstunde hochdeutsch sprechen müssen.
Dienstag, 30.3.2010, 12.28 Uhr: Sonja Stillhard
zu viel Mundart
Nein finde ich nicht, jedoch müssen Radio und Fernsehen aufpassen, dass nicht zu viele Moderatoren Walliserdütsch sprechen. Wenn schon Mudart, dann doch gut verständliche Dialekte und bitte ein bisschen ausgewogener. Bei DRS1 und SF1 hört man die typischen Innerschweizer Dialekte zum Beispiel nicht. Warum?
Vielleicht haben die Emotionen auch damit zu tun, dass z.B. die Basler die Zürcher nicht gerne hören und umgekehrt. Möglich, dass es noch weitere "chan ich nöd schmöcke Kantönligeister" gibt.
mfg Sonja Stillhard
Geht es um Mundart oder Hochdeutsch, gehen die Wellen sofort hoch. So zum Beispiel als sich kürzlich ein Genfer Nationalrat via «NZZ am Sonntag» beklagte, er lebe seit kurzem in Bern und könne mit seinem mühsam erlernten Hochdeutsch nichts anfangen. Mehr
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Dienstag, 30.3.2010, 23.23 Uhr: Irma Schneider
Mundart
Dienstag, 30.3.2010, 22.09 Uhr: Hansjürg Weder
Mundart-Hochdeutsch
Dienstag, 30.3.2010, 21.18 Uhr: Mister T
Mundartverwischung
Dienstag, 30.3.2010, 21.14 Uhr: Brigitte Meier Waldburger
Mundart-Hochdeutsch: Kein Problem!
Dienstag, 30.3.2010, 21.09 Uhr: Christine Gross
Die Heimat meines Herzens ist der Dialekt
Dienstag, 30.3.2010, 18.29 Uhr: Ruth Purtschert
Zuviel Mundart am Radio und im Fernsehen
Dienstag, 30.3.2010, 17.42 Uhr: Urs Baumann
Kleinigkeiten
Dienstag, 30.3.2010, 13.17 Uhr: Dalmirei
Die Deutschschweizer können das Standarddeutsch nicht
Dienstag, 30.3.2010, 13.00 Uhr: roland hugener
zu viel Mundart in den Medien wie Radio oder auch Fernsehen
Dienstag, 30.3.2010, 12.57 Uhr: Andre Lebon
Ohne Sprache isoliert
Dienstag, 30.3.2010, 12.56 Uhr: SiS.DRS
Peinliches Schriftdeutsch
Dienstag, 30.3.2010, 12.54 Uhr: Marcel Zemp
Nein im Schweizer Raoio soll
Dienstag, 30.3.2010, 12.48 Uhr: Palladin
Reaktion auf die Krise
Dienstag, 30.3.2010, 12.29 Uhr: K.J.
Sprache und Identität
Dienstag, 30.3.2010, 12.28 Uhr: Sonja Stillhard
zu viel Mundart