Swiss trotzt Aschewolke und tiefem Euro
Die Lufthansa-Tochter Swiss hat im ersten Halbjahr einen operativen Gewinn von 61 Millionen Franken erzielt. Das sind zwar 6 Prozent weniger als in der Vorjahresperiode. Im Branchenvergleich schneidet die Airline aber sehr gut ab.
Auf Verlust folgt Gewinn
Aufgeschlüsselt auf die beiden Quartale folgte auf einen Verlust von 10 Millionen Franken im ersten ein operativer Gewinn von 71 Millionen Franken im zweiten. Dabei profitierte die Swiss insbesondere vom wieder anziehenden Frachtgeschäft.
Weniger gut lief es dem Gesamtkonzern: Die Lufthansa erwirtschaftete im ersten Halbjahr 2010 einen Verlust von 104 Millionen Euro. Der Umsatz kletterte auch dank der Übernahme der Fluglinien BMI und Austrian Airlines von 10,2 auf 12,6 Milliarden Euro.
Aschewolke, Euro und Treibstoff als Hemmschuhe
Der Halbjahresumsatz stieg um 6 Prozent auf 2,2 Milliarden Franken. Dies, obwohl im April die Auswirkungen der isländischen Vulkanaschewolke die Fluggesellschaft 20 Prozent an Umsatz kosteten und das Ergebnis mit über 30 Millionen Franken belasteten.
Gebremst wurde die Swiss zudem von der Euro-Schwäche und höheren Treibstoffkosten. Dank der Wirtschaftserholung und der Belebung im Heimmarkt konnte sie den Umsatz im zweiten Quartal dennoch um 13 Prozent auf 1,2 Milliarden Franken steigern.
Swiss-Chef Harry Hohmeister gibt sich angesichts der letzten Monate für die Zukunft zuversichtlich. Das Geschäft habe angezogen, und vor allem der Trend im Interkontinentalgeschäft stimme ihn positiv.
Auf Expansionskurs
Die Swiss investiere über eine halbe Milliarde Franken in die Erneuerung der Flotte und stelle 500 neue Mitarbeitende ein, hielt er fest. In den vergangenen sechs Monaten wurde die Zahl der Vollzeitstellen bereits von 5945 auf 6113 erhöht.
Weiter will die Swiss einen zusätzlichen Airbus 330 sowie zwei A320 in Betrieb nehmen. Für die Jahresbilanz geht die Gesellschaft davon aus, den Vorjahreswert übertreffen zu können. (haem, sda/dpa/reuters)
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