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Mittwoch, 8.6.2011

Libyen-Lösegeld wieder in der Schweiz

Die 1,5 Millionen Franken, welche die Schweiz im Zusammenhang mit der Freilassung der beiden Libyen-Geiseln Hamdani und Göldi bezahlt hat, sind wieder zurück auf einem Konto der Eidgenossenschaft.

Die Schweiz hat das Geld zurückerhalten, das sie zur Beilegung der Affäre Ghadhafi an Libyen bezahlen musste. Das teilte das Departement für Auswärtige Angelegenheiten (EDA) mit. Ob die 1,5 Millionen Franken überhaupt jemals auf ein libysches Konto überwiesen wurden, bleibt unklar.

Auf einem deutschen Sperrkonto

Die Schweiz hatte den deutschen Vermittlern Mitte 2010 grünes Licht gegeben, die Kompensationszahlung für Hannibal Ghadhafi auf ein Konto in Libyen zu überweisen. Das Geld für den Sohn des libyschen Machthabers Muammar Ghadhafi war zuvor auf ein Sperrkonto in Deutschland einbezahlt worden.

Ob das Geld jemals auf ein libysches Konto überwiesen wurde, ist unklar. Das EDA äussere sich nicht zu Einzelheiten der Transaktion, sagte Departementssprecher Lars Knuchel.

In der EDA-Mitteilung heisst es, die Schweiz habe das Geld «dank der ausgezeichneten Zusammenarbeit» zwischen dem EDA und dem deutschen Aussenministerium in Berlin zurückerhalten. Die 1,5 Millionen seien seit dem 6. Juni wieder auf einem Konto der Eidgenossenschaft.

Lösegeld für Hamdani und Göldi
Die 1,5 Millionen Franken waren in Zusammenhang mit der Freilassung der beiden Schweizer Geschäftsmänner aus Libyen bezahlt worden. Rachid Hamdani und Max Göldi waren in dem nordafrikanischen Land festgesetzt worden, nachdem Hannibal Ghadhafi und dessen Frau im Sommer 2008 in Genf von der Polizei vorübergehend verhaftet wurden. Die Ghadhafis sollen ihr Personal misshandelt haben. (pet, sda)

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Montag, 6.6.2011

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Wegen Geiselnahme und Erpressung im Fall Göldi/Hamdani wird in der Schweiz eine Strafuntersuchung gegen die Verantwortlichen in Libyen eröffnet. Der Bundesrat hat die Bundesanwaltschaft dazu ermächtigt.  Mehr

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Vom Fall Ghadhafi zur Libyen-Affäre


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