Uno sorgt für Ordnung auf Haiti
Das Erdbeben vom 12. Januar 2010 hat Armut und Kriminalität in Haiti verschärft. (Keystone)
Die Uno-Stabilisierungstruppe in Haiti hat 2100 Soldaten in mehrere Armenviertel der Hauptstadt Port-au-Prince geschickt, um die dort ausartende Anarchie und Kriminalität zu bekämpfen. Wie die Uno-Mission mitteilte, wird die Operation von Polizisten der Uno und der nationalen Polizei Haitis unterstützt.
Cholera noch nicht eingedämmt
Haiti leidet noch immer an den Folgen des Erdbebens, bei dem über 220'000 Menschen den Tod fanden. Zudem hat das Land die seit Oktober vergangenen Jahres grassierende Cholera noch nicht im Griff. Nach jüngsten Regierungsangaben sind bisher mehr als 5600 Menschen gestorben, fast 400‘000 erkrankten. Jeden Tag kommen den Angaben des Gesundheitsministeriums zufolge über 800 Neuinfektionen mit Cholera hinzu.
Erschwert wird die Situation auch durch politische Machtkämpfe. Dem vor zwei Monaten vereidigten neuen Präsidenten Michel Martelly ist es bisher nicht gelungen, einen Regierungschef einzusetzen. Das von der Opposition dominierte Parlament hat Martellys Kandidaten bisher abgelehnt. (bat, dpa)
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