Tausende Obdachlose in Guatemala
Trauern um die Opfer in der Kirche Santa Catarina in Ixtahucan. (Keystone)
Bei Erdrutschen infolge der schweren Regenfälle in Guatemala sind mindestens 38 Menschen ums Leben gekommen. 23 weitere Menschen würden noch vermisst, sagte der Sprecher der Katastrophenschutzbehörde. Ausserdem seien etwa 40'000 Menschen durch die Unwetter obdachlos geworden.
Regen behindert Rettungsarbeiten
Wegen der anhaltenden schweren Regenfälle seien die Rettungsarbeiten an einer Strasse in der Nähe von Solola im Süden des Landes ausgesetzt worden, hiess es weiter. Dort hatte ein Erdrutsch Dutzende Menschen begraben, wie ein Feuerwehrsprecher sagte.
Die Rettungskräfte suchten am Montag nach möglichen Überlebenden der knapp 200 Erdrutsche, die sich nach Angaben der Katastrophenschutzbehörde am Wochenende im ganzen Land ereigneten. Die Behörden hatten zunächst von mindestens 37 Toten gesprochen. Ein neuer Erdrutsch im Norden tötete dann einen weiteren Menschen.
Etwa 40 Menschen seien von den Schlammmassen verschüttet worden, als sie den Insassen von fünf Autos und einem Bus helfen worden, die von einem vorherigen Erdrutsch verschüttet worden waren. An dem Unglücksort wurden bereits 18 Leichen geborgen.
«Nationale Tragödie»
Staatschef Alvaro Colom sprach bei einem Besuch in Solola von einer «nationalen Tragödie». Colom hatte am Samstag den nationalen Notstand ausgerufen und geklagt, dass nach den Zerstörungen durch den verheerenden Tropensturm «Agatha» im Mai und den anhaltenden Regenfällen kein Geld mehr zur Katastrophenbekämpfung zur Verfügung stehe.
Zerstörung auch im übrigen Zentralamerika
Ungewöhnlich heftige Regenfälle haben in den vergangenen Monaten auch in anderen Ländern Zentralamerikas Zerstörungen angerichtet. In Honduras starben 55 Menschen, in Nicaragua mindestens 40, in El Salvador kamen 9 Menschen ums Leben und in Costa Rica 3. Bis Ende Oktober sind weitere starke Regenfälle zu erwarten. (rend, sda/afp)
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