Kosovo-Resolution nach Protesten verabschiedet
Die Vergangenheit Kosovos ist geprägt vom Konflikt zwischen Serben und Albanern. Ein Abriss der Geschichte bis zur Erklärung der Unabhängigkeit. Mehr
Die Uno-Generalversammlung hat eine Resolution verabschiedet, in der sie Serbien und Kosovo zum Dialog auffordert. Der Text konnte erst nach heftigen Protesten Serbiens gegen die Anwesenheit kosovarischer Vertreter im Uno-Gebäude beschlossen werden.
Die Uno-Staaten begrüssen in der Resolution das Bemühen der Europäischen Union, «den Dialog-Prozess zu vereinfachen». Der Dialog sei an sich «ein Faktor für Frieden, Sicherheit und Stabilität in der Region.» Sein Ziel müsse die Förderung der Zusammenarbeit und die Verbesserung der Lebensbedingungen der Bevölkerung in Serbien und Kosovo sein.
USA und EU vermitteln
Kosovo, das mehrheitlich von Albanern bewohnt wird, hatte 2008 seine Unabhängigkeit von Serbien erklärt. Die Regierung in Belgrad hatte erst am Mittwoch unter dem Druck der EU ihren Resolutionsentwurf abgeschwächt. Sie machte allerdings auch deutlich, dass durch den abgeschwächten Resolutionstext keineswegs die Unabhängigkeit ihrer früheren Provinz anerkenne.
Ursprünglich hatte Serbien noch eine Verurteilung der Abspaltung und neue Gespräche über den Status seiner früheren Provinz gefordert. Auf Druck der EU hatte Serbien aber eingelenkt und damit seine Perspektive auf Beitritt zur Europäischen Union verbessert.
Kosovo-Regierung zufrieden
Die Führung in Kosovo begrüsste den überarbeiteten Entwurf. Er stimme mit den Realitäten im Kosovo überein, hiess es in einer Mitteilung. Der Internationale Gerichtshof (IGH) in Den Haag hatte die einseitige Unabhängigkeitserklärung Kosovos Ende Juli für vereinbar mit den Völkerrecht erklärt. Bislang haben 70 Staaten die Unabhängigkeit Kosovos anerkannt. (ank, sda/reuters/afp/dpa)
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