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Dienstag, 7.2.2012

Pilotenstreik bei Air France weitet sich aus

Bei Air France sind wegen eines Pilotenstreiks zahlreiche Flüge ausgefallen: Jeder zweite Langstreckenflug ist gestrichen worden. Die Piloten wehren sich gegen ein Gesetz, wonach Streiks spätestens zwei Tage vor Beginn anzukündigen sind.

Flugzeuge der Air France bleiben voraussichtlich bis am Donnerstag am Boden. (Keystone)

Am zweiten Tag im Pilotenstreik der Air France stieg die Zahl der gestrichenen Flüge. Nach Angaben des Pariser Flughafenbetreibers mussten etwa 40 Prozent der Flüge an den Flughäfen Charles de Gaulle und etwa 15 Prozent in Orly abgesagt werden. Am Montag hatten noch 85 Prozent der Langstreckenflüge starten können.

Etwa 25'000 Passagiere seien per sms oder E-mail informiert worden, hiess es. Es könnten noch weitere Flüge ausfallen. Auch werde es vermutlich zu Verspätungen kommen, sagte die Air-France- Sprecherin.

Der Air-France-Streik hatte auch Konsequenzen für den Flughafen Genf-Cointrin: Von neun Flügen der französischen Airline fielen je zwei ankommende und abgehende aus. Der Flughafen in Zürich war vom Arbeitskampf der Piloten nicht betroffen.

Widerstand gegen neues Gesetz
Der Streik hatte am Montag begonnen und soll bis Donnerstag dauern. Zur Teilnahme hatten die Gewerkschaften der Piloten, Flugbegleiter und des Bodenpersonals aufgerufen.

Die Piloten wehren sich gegen Pläne der Regierung, wonach künftig Arbeitsausstände wenigstens zwei Tage vor Beginn anzukündigen sind. Die Regierung will den Fluggesellschaften mit dem neuen Gesetz Zeit einräumen, um einen Notflugplan zu erstellen.

Verkehrsminister Thierry Mariani argumentiert, das geplante Gesetz werde gebraucht, da in Frankreich häufig gestreikt werde und die Rechte der Passagier geschützt werden müssten. Der Gesetzesentwurf schaffte es im vergangenen Monat durch die Nationalversammlung und soll noch in diesem Monat dem Senat vorgelegt werden. (fors, sda/afp/dpa)

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