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Donnerstag, 1.7.2010

Musik-Duell: Brasilien schlägt Holland 5:0

Wir hoffen auf grossen Fussball, wenn im WM-Viertelfinal Holland auf Brasilien trifft. Die beiden Mannschaften haben bereits neun Mal gegeneinander gespielt - dreimal gewann Brasilien, zweimal Holland, viermal gabs ein Unentschieden. Das ist der sportliche Vergleich. Der Musikvergleich spricht eine klare Sprache.

Ein ungleiches Duell: Der brasilianische Superstar Gilberto Gil gegen den verstorbenen holländischen Hitgaranten André Hazes.

Brasilien wurde bereits fünfmal Weltmeister, sie tragen fünf Sterne auf dem Nati-Trikot - und fünfstern-klassig ist auch ihre Musik. So gut wie die Brasilianer Fussball spielen, so gut spielen sie auch Musik, findet DRS 3-Musikredaktor Gerni Jörgler.

Ein ganzes Heer an ausserordentlichen Musiker schickt Brasilien ins Feld. Das Land steht vor allem für Samba. Ein Rhythmus, der im 15. Jahrhundert von den Sklaven aus der portugisieschen Kolonien nach Brasilien importiert worden ist.

Samba gegen Handorgel
Ende der Fünfzigerjahre wurde der Samba mit Jazzelementen vermischt. Der Bossa Nova war geboren. Musik auf Weltmeisterniveau.

Ganz anders, hört sich die Gegenseite auf dem Platz an. Die Holländische Folksmusik definiert sich vor allem durch einfach gestrickte Schunkellieder mit Handörgeli-Einsatz. Oft wird es sogar richtiggehend rührsehlig.

Auch Venus reicht nicht gegen Brasilien
Der starke Einfluss von Grossbritianien ist ein typisches Merkmal für die holländische Musik. In den 90er Jahren war Holland eine Hochburg von Euro-Dance-Pop. Eines der bekanntesten Produkte aus dieser Zeit: «Venus» von Shocking Blue.

Für DRS 3-Musikredaktor Gerni Jörgler reichen ein paar holländische Pop-Hits nicht um Brasilien das Wasser zu reichen.

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Das Musikduell: Brasilien gegen Holland
Hören (3:04)




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