Nidwalden: Atomstrom ja - Atommüll auf keinen Fall
Seit der Bundesrat letzten Herbst entschieden hat, dass der Wellenberg weiterhin im Auswahlverfahren bleibt, sind die Fronten verhärtet. An einer Informationsveranstaltung versuchte das Bundesamt für Energie die Bevölkerung zu motivieren, beim Mitwirkungsverfahren mitzumachen.
Geladene Stimmung
Rund 200 Personen kamen - und machten vor allem ihrem Unmut gegenüber dem Bund und der Nagra Luft. Die Stimmung war geladen.
Der Nidwaldner Baudirektor Hans Wicki teilte die Meinung, dass im Wellenberg kein Atommülllager hinkommen soll. Er forderte die Bevölkerung dennoch auf, sich in die Diskussion mit dem Bund einzuklinken. Sein Apell blieb aber erfolglos.
Kein Verzicht auf Atomstrom
Als logische Folge des Neins zu einem Atommülllager verlangte die Linke im Nidwaldner Landrat den Verzicht auf Atomstrom. Dem EW Nidwalden sollte verboten werden, sich an Atomkraftwerken zu beteiligen.
Der Vorstoss blieb allerdings ohne Erfolg: Die Mehrheit im Parlament fand, ein Verzicht sei nicht zu verantworten, aus Gründen der Versorgungssicherheit. Zudem wisse man nicht, wie sich die Atomenergie in Zukunft entwickle. (stat/the))
