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Dienstag, 24.11.2009

DDT: Schweizer Erfindung mit bewegter Geschichte

Im Kampf gegen die Malaria hat eine Schweizer Erfindung eine wichtige Rolle gespielt: Das Insektizid DDT rettete Millionen von Menschen das Leben. Allerdings nicht ohne Nebenwirkungen.

DDT-Spray-Aktion gegen Mücken in Miami, Florida, um 1948.

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Die traurige Bilanz

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Ein Wundermittel gegen Insekten war es, das weisse Pulver, das der Chemiker Paul Müller 1939 in seinem Labor bei der Geigy AG in Basel entwickelte: die Verbindung DDT, Dichlor-Diphenyl-Trichlor-Ethan. Die Fliegen in Müllers Experimenten starben sofort, wenn sie mit dem Stoff nur schon in Berührung kamen.

Als Universal-Insektizid entwickelt, fand DDT jedoch schon bald Anwendung im Kampf gegen die Malaria: Alliierte im zweiten Weltkrieg setzten es ein gegen die Malaria-Mücken. Jeder Soldat erhielt seine Ration DDT, um sich gegen die Krankheit Malaria zu schützen, die bei den Truppen in Südostasien mehr Todesopfer forderte als der Kampf.

Vom Wundermittel zum Umweltgift
Nach dem Krieg, 1948, erhielt Paul Müller für seine Entdeckung den Medizin-Nobelpreis. Die Erfolgsgeschichte seines Wundermittels ging weiter: In Europa und Australien wurde die Malaria in den folgenden Jahren dank DDT ausgerottet.

In 1960er Jahren stellte man dann allerdings fest: DDT vergiftet die Umwelt und die Menschen. Spuren des Mittels wurden in der Muttermilch der Frauen und bei Tieren nachgewiesen, worauf DDT in vielen Ländern verboten wurde. Seit dem Inkrafttreten der Stockholmer Konvention im Jahr 2004 ist DDT weltweit verboten.

Mehr lesen: Trotzdem wird in Afrika weitergesprayt.

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Audio-Beiträge:


DRS 3-Redaktor Stephan Lütolf über die Geschichte des DDT:
Hören (2:44)

Der Chemiker Paul Müller über seine Erfindung:
Hören (0:33)

Der englische Royal-Airforce-Offizier Michael Salzer 1947 über den Einsatz von DDT im Zweiten Weltkrieg:
Hören (0:14)

Die Nobelpreis-Verleihung: Radio-Beromünster-Reporter Erwin Roth im Dezember 1948 aus Stockholm
Hören (0:18)

Nobelpreis-Verleihung: Erwin Roth über die Zeremonie
Hören (0:56)

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