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Letztes Update: Mittwoch, 2.12.2009

Reisen ohne Malaria: So schützt Ihr Euch

Um die 200 Schweizerinnen und Schweizer erkranken pro Jahr an Malaria - normalerweise nach einer Reise in ein betroffenes Gebiet. Dieses Jahr hat das Bundesamt für Gesundheit BAG bisher 203 Fälle registriert.

Malaria-Warnschild im Dorf Kalasin im Nordosten Thailands.

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Die traurige Bilanz

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Wer in ein Malaria-Gebiet reist, tut gut daran, sich zu schützen und sich vor der Reise an eine Beratungsstelle für Reisemedizin zu wenden. Je nach Reiseziel bekommt man entweder vorbeugende Medikamente oder Notfall-Tabletten, die im Fall einer Erkrankung einzunehmen sind. Dies wird aufgrund der Malaria-Dichte im betreffenden Land entschieden. Die Malaria tritt nämlich in den verschiedenen betroffenen Ländern in sehr unterschiedlichem Ausmass auf: In vielen afrikanischen Ländern ist sie sehr stark verbreitet, so dass das Risiko, sich zu infizieren, 50-100 mal höher ist als beispielsweise in Thailand. In Asien und Lateinamerika sind die Erreger generell weniger stark verbreitet.

Da die Medikamente starke Nebenwirkungen haben können (z.B. Schwindel, Wahrnehmungsstörungen oder depressive Verstimmungen), werden bei Reisen nach Asien oder Lateinamerika meist keine Prophylaxe-Tabletten empfohlen. Wer hingegen nach Afrika reist, muss sie in den meisten Fällen einnehmen. In allen Malaria-Gebieten sollte man sich zudem mit DEET-Sprays gegen Mückenstiche schützen.

Malaria bleibt häufig unerkannt
Bis drei Monate nach der Heimreise gilt: bei Fieber zum Arzt gehen und sich auf Malaria untersuchen lassen. Selbst wer nur kurz Fieber hat, sollte innerhalb der nächsten 24-36 Stunden zum Arzt. Zwischen einer und drei Personen sterben jährlich in der Schweiz an Malaria, häufig weil die Erkrankung nicht oder zu spät erkannt wird. Sie ist meist schwierig zu erkennen, da Fieber ja auch aus vielen anderen Gründen auftreten kann. Übringens: wenn Fieber ganz zu Beginn einer Reise auftritt, deutet dies nicht auf eine Malaria-Erkrankung hin, eine solche kann nämlich frühestens nach sechs Tagen ausbrechen.

Diese Informationen helfen Euch weiter, wenn Ihr eine Reise plant: Die Reiseempfehlungen des Tropeninstituts und des Bundesamts für Gesundheit BAG zur Malaria sowie die Verbreitung der Malaria gemäss der Weltgesundheitsorganisation WHO.

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Reise-Empfehlungen von Christoph Hatz, Chefarzt beim Schweizerischen Tropeninstitut
Hören (8:10)

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