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29.1.2009 13:22 Uhr

ZSC Lions schaffen die Sensation

Die ZSC Lions gewinnen die Champions League und sind damit das beste europäische Eishockey-Team 2009. Im Finalrückspiel triumphierten sie mit 5:0 gegen den russischen Champion Magnitogorsk.

ZSC-Goalie Ari Sulander feiert seinen doppelten Sieg. (Keystone)

Was selbst die kühnsten Optimisten nicht für möglich gehalten haben, ist eingetroffen: Die Zürcher ZSC Lions sicherten sich am Mittwoch in Rapperswil gegen die scheinbar übermächtigen Russen als erste Schweizer Mannschaft die höchste Trophäe im europäischen Klub-Eishockey.

Sulander bester Spieler der Champions League
Die Zürcher holten nicht nur den Pokal sondern auch den Titel für den besten Spieler der neu geschaffenen Liga: Goalie Ari Sulander gewann sieben der acht Partien, blieb im Finalrückspiel gegen Magnitogorsk ungeschlagen und wehrte in 480 Minuten 93,56 Prozent aller Schüsse ab.

Russen demontiert
Schon im Hinspiel hatten die Schweizer mit dem 2:2 beim letzten Europapokal-Sieger Metallurg Magnitogorsk nur knapp einen unerwarteten Erfolg verpasst. Im Rückspiel demontierten die Zürcher den «russischen Riesen» aber und dürfen sich zurecht «Eishockey-Könige Europas» nennen.

Führung in 35. Minute
Blaine Down und Peter Sejna brachten den Schweizer Meister bis zur 35. Minute 2:0 in Führung. Angetrieben von 6200 Fans in Rapperswil verwalteten die Zürcher den Vorsprung nicht nur, sondern legten noch einen drauf. Mathias Seger und Jan Alston mit einem Doppelschlag (49./50.) sorgten für die Entscheidung und verwandelten das Stadion endgültig in ein Tollhaus.

Russland verliert Cup nach elf Jahren
Die Russen hatten den europäischen Eishockey in den letzten Jahren dominiert. Mit dem österreichischen Feldkrich hatte letzmals vor elf Jahren ein nicht-russisches Team den Europacup gewonnen.

ZSC gegen NHL-Klub
Den ZSC Lions winkt nun im kommenden Herbst als Belohnung der Vergleich mit einem Klub aus der nordamerikanischen National Hockey League NHL um den Victoria Cup. Als Titelverteidiger sind die ZSC Lions in der kommenden Champions-League-Saison nicht gesetzt. Um erneut teilnehmen zu können, müssen die Zürcher Meister werden oder die NLA-Qualifikation gewinnen. (Quelle: Agenturen)

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Audio-Beiträge:


Sportreporter Ueli Reist zum Sieg der ZSC Lions (29.1.2009)
Hören (1:10)

Die letzten drei Minuten des Finals: Jubel und Freude (Marcel Melcher und Ueli Reist, 28.1.2009)
Hören (5:49)

ZSC-Skorer Adrian Wichser: «Unser Sieg ist eine Mannschaftsleistung von A bis Z» (Marcel Melcher, 28.1.2009)
Hören (1:47)

ZSC-Trainer Sean Simpson: «Wir haben einen unglaublichen Siegeswillen gehabt» (28.1.2009)
Hören (0:13)

ZSC-Captain Mathias Seger: « Wir spielen gegen diese russische Spitzenmannschaft und gewinnen 5:0!» (28.1.2009)
Hören (0:13)

ZSC-Präsident Walter Frey: «Der Sieg war harte Arbeit und Leidenschaft» (Marcel Melcher, 28.1.2009)
Hören (2:39)

Bundesrat Ueli Maurer gratuliert den Lions (28.1.2009)
Hören (0:08)

Die ZSC Lions sind die Champions

Die beste Eishockeymannschaft Europas kommt aus der Schweiz: die ZSC Lions. Sie bezwangen im Final der Champions Hockey League die russische Mannschaft Metallurg Magnitogorsk mit 5:0.  Mehr

Tagesgespräch vom Donnerstag, 29.1.2009, 13.00 Uhr, DRS 1 und DRS 4 News

Eishockey-Fest in Zürich

Grosses Eishockey-Fest gestern in Rapperswil-Jona: Die ZSC Lions aus Zürich schlugen das russische Team aus Magnitogorsk klar und deutlich mit 5:0 und wurden damit Sieger der europäischen Eishockey Champions League.   Mehr

Beitrag aus Rendez-vous vom Donnerstag, 29.1.2009, 12.30 Uhr, DRS 1, DRS 2, DRS 4 News und DRS Musikwelle

Hintergrund: Champions Hockey League

Die Champions Hockey League wurde 2009 erstmals ausgetragen. Der Internationale Eishockey-Verband hatte den neuen Europacup 2008 nach dem Vorbild der amerikanischen National Hockey League NHL ins Leben gerufen. Seine Vorgänger waren mangels Interesse nach jeweils vier Jahren wieder eingestellt worden.

1,5 Millionen für den Sieg
Anders als bis anhin ging es in der Champions League erstmals um eine stattliche Summe Preisgeld; insgesamt wurden 16 Millionen Franken ausgeschüttet. Der Sieger kassierte eine 1,5 Millionen Franken. Zudem winkten ihm weitere 1,5 Millionen, sollte er in einem Jahr den Victoria Cup gegen einen Vertreter der NHL gewinnen.

Gazprom abgesprungen
Der neue Europacup hätte während der ersten drei Jahre vom russischen Energiekonzern Gazprom, dem der russische Präsident Alexander Medwedew vorsitzt, und von zwei schwedischen Investoren finanziert werden sollen. Der russische Präsident gehört auch im Welteishockey zu den mächtigsten Männern: Er präsidiert die ambitionierte neue russische Eishockey-Liga KHL.

Wegen der Finanzkrise zogen sich die Investoren um den Energielieferanten Gazprom aber bereits schon nach einem Jahr zurück.

TV-Markt gewinnen
Mit ihrem Geld hofften die Initianten der Champions League, dem Wettbewerb die nötige Beachtung im Werbe- und TV-Markt zu verschaffen. Das fehlende Interesse hatte die vorangegangenen Europacups scheitern lassen.

Gescheiterte Vorgänger
Die Champions Hockey League hat drei Vorgänger: Ein kurzes Intermezzo war der Europapokal der Landesmeister von 1965/66. Es folgten 1996 die European Hockey League, die nach vier Jahren wieder eingestellt wurde, und von 2005 bis 2008 der European Champions Cup in St. Petersburg.

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