Wenger auf Kurs Richtung Schlussgang
Kilian Wenger (oben) besiegt Benji von Ah. (Reuters)
Voller Einsatz, hart in der Sache, fair im Umgang. Bundespräsidentin Doris Leuthard wünschte sich von den Schweizerinnen und Schweizern, dass sie es den Schwingern im Ring gleich tun. «Schwinger pflegen eine wunderschöne Tradition mit grosser Symbolkraft», sagte Leuthard. Der Sport wecke Bilder und Emotionen und schaffe dadurch Schweizer Tradition. Das sei besonders in Zeiten, wo Globalisierung zu Entfremdung führt, wichtig, betonte Leuthard am Sonntagmorgen am Festakt in Frauenfeld vor rund 40'000 Zuschauern. Mehr
Am Eidgenössischen Schwing- und Älplerfest in Frauenfeld sorgt der 20-jährige Berner Kilian Wenger für Überraschung. Er ist der erste Kandidat für den Schlussgang, der um 16.30 Uhr in Szene gehen wird.
Wenig Chancen für Titelverteidiger Abderhalden
Im Bezug auf die Qualifikation für die Endausmarchung haben auch Martin Grab, Christian Stucki und Thomas Sempach sehr gute Chancen.
Fast aus dem Rennen ist Titelverteidiger Jörg Abderhalden, der am frühen Sonntagmorgen gegen Wenger den Kürzeren gezogen hatte. Der dreifache König muss auf Schützenhilfe hoffen. Abderhalden meldete sich im 6. Gang mit einem Erfolg über Matthias Sempach zurück, den er frenetisch bejubelte.
Berner auf Siegerkurs
In einer hervorragenden Ausgangslage befinden sich die Berner. Ihnen kann wohl nur noch Grab die Suppe versalzen. Dieser ist als einziger Trumpf der Innerschweizer übrig geblieben, nachdem sich Philipp Laimbacher im 6. Gang Christian Stucki geschlagen geben musste.
Dass Grab überhaupt noch an vorderster Front mitmischt, ist nicht selbstverständlich, konnte er doch gegen Überraschungsmann Christian Studinger eine Niederlage nur knapp verhindern und sogar kurz darauf den Gegner auf den Rücken legen. (rend, si)
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