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Dienstag, 9.2.2010

UBS erstmals wieder mit Quartalsgewinn

Zum ersten Mal seit der Krise schliesst die UBS ein Quartal mit Gewinn ab. Für das ganze Jahr resultiert aber ein Verlust von 2,7 Milliarden. Sorgen bereiten die anhaltenden Geldabflüsse.

UBS-CEO Grübel spricht an der Medienkonferenz mit Finanzchef John Cryan (l.). (Keystone)

Tagesgespräch:

Dienstag, 9.2.2010, 13.00-13.30 Uhr, DRS 1 und DRS 4 News
UBS-Chef Oswald Grübel

Trotz massiven Kostensenkungen hat die Grossbank UBS im vergangenen Jahr einen Verlust von 2,7 Milliarden Franken eingefahren. Erst im vierten Quartal gelang es der Bank, in die Gewinnzone zurückzukehren.

Der Reingewinn im letzten Quartal betrug 1,2 Milliarden. Es ist der erste Gewinn seit Ausbruch der Krise Ende 2008.

Bankenanalysten sind von der Grösse des Gewinns positiv überrascht. Es sei ein gutes Zeichen. Die UBS befinde sich auf dem Weg der Besserung.

Massive Kostensenkungen
Dass die UBS in den letzten drei Monaten wieder schwarze Zahlen schrieb, ist vor allem auf einen massiven Stellenabbau zurückzuführen. 12'500 Arbeitsplätze wurden gestrichen.

Die UBS hat heute 16 Prozent weniger Mitarbeitende als noch vor einem Jahr. Weltweit arbeiten 65'000 Personen für die UBS.

Investmentbanking wieder auf Erfolgskurs
Einen Lichtblick bot zum Jahresschluss das Investmentbanking, das die Bank in der Finanzkrise fast in den Abgrund gerissen hätte und unter der Führung von Konzernchef Oswald Grübel neu aufgebaut wird.

Dort wurde mit einem Quartalsgewinn von 297 Millionen Franken erstmals seit langem wieder ein positives Ergebnis erzielt. Übers ganze Jahr hinweg gesehen betrug der Verlust der Division aber 6,1 Milliarden Franken.

Weitere Gelder abgeflossen
Besonders schmerzen dürfte die UBS, dass sie im vergangenen Jahr Kundengelder im Umfang von 147,3 Milliarden Franken verlor. «Das Vertrauen bei den Kunden und bei der Öffentlichkeit wiederzugewinnen, dauert etwas länger», sagte Grübel gegenüber Schweizer Radio DRS.

Der grösste Teil der Geldabflüsse ging auf Faktoren wie die Sorge um das Bankgeheimnis in der Schweiz und den angeschlagenen Ruf der UBS zurück. Ausserdem verliessen Berater die Bank und nahmen ihre Kunden mit. Die Steueramnestie in Italien führte zu einem Abfluss von 8,5 Milliarden Franken.

Grübel ist überzeugt, dass in der zweiten Hälfte dieses Jahres bezüglich der Kundengelder erhebliche Verbesserungen eintreten werden.

Boni von drei Milliarden
Die UBS plant, Boni in der Höhe von drei Milliarden Franken auszuzahlen, was den Erwartungen der Analysten entspricht. Damit bewegen sich die Boni für 2009 im Rahmen der letztjährigen Ausschüttungen.

Die Boni sollen vollumfänglich an die Belegschaft fliessen. Weder Konzernchef Grübel noch Verwaltungsratspräsident Kaspar Villiger erhalten Boni.

Alain Bichsel, Mediensprecher der Finanzaufsichtsbehörde (Finma), sagte gegenüber Schweizer Radio DRS, die Boni stünden im Einklang mit internationalen Standards. Die Finma habe dies überprüft. (bat/cdm/ruet, sda/reuters)


Audio-Beiträge:


Wirtschaftsredaktorin Eveline Kobler: «Die UBS macht grosse Einsparungen und ist auf dem Weg der Besserung.» (Nicole Frank, 9.2.2010)
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Die UBS verliert die Vermögen der Reichen dieser Welt. (Thomas Rüst und Eveline Kobler, 9.2.2010)
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Dienstag, 9.2.2010

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Die UBS sei stabiler denn je, sagt Konzernchef Grübel trotz der roten Zahlen im 2009. Bis die Kunden allerdings das Vertrauen in die Bank zurückgewännen, brauche es noch etwas Zeit.


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Chronologie: Die UBS in Turbulenzen

Steuerstreit und Bankgeheimnis



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