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Mittwoch, 26.5.2010

Weniger Gewinn für Auslandbanken

Die ausländischen Banken in der Schweiz haben letztes Jahr 38 Prozent weniger Gewinn gemacht. Sie unterstützen die Einführung einer Abgeltungssteuer für ausländische Bankkunden.

Im vergangenen Jahr haben die ausländischen Banken in der Schweiz einen Rückgang des Gewinns um 38 Prozent auf 1,95 Milliarden Franken erlitten. Die Gruppe, die rund 45 Prozent der Banken auf dem Schweizer Finanzplatz repräsentiert, plagten Abschreibungen und ein rückläufiges Zins- und Kommissionsgeschäft.

Die Zahl der Beschäftigten sei um acht Prozent auf 20'000 gesunken, teilte der Verband der Auslandsbanken in der Schweiz in Zürich mit. Zwar mehrten sich die verwalteten Privatkundenvermögen von 940 auf 980 Milliarden Franken, doch flossen auch über 10 Milliarden Franken Kundengelder ab.

155 Banken erwirtschaften zwei Prozent des BIP
Dem Verband gehören 155 ausländische Banken in der Schweiz an. Die Institute beschäftigen rund einen Fünftel aller Arbeitskräfte im Schweizer Bankensektor und erwirtschaften nach Angaben des Verbandes zwei Prozent des Schweizer Bruttoinlandprodukts (BIP).

Grösster ausländischer Vermögensverwalter in der Schweiz ist die HSBC Privatbank in Genf, die jüngst von einer Datenklau-Affäre betroffen war. Wichtige Mitglieder des Verbands sind auch die Schweizer Filialen der Deutschen Bank, der französischen Crédit Agricole und der Liechtensteiner Fürstenbank LGT.

Verband unterstützt Abgeltungssteuer
Im Streit um Steuergelder zwischen der Schweiz und anderen Ländern unterstützten die Auslandsbanken die Einführung einer Abgeltungssteuer für ausländische Bankkunden. Mit der Abgeltungssteuer blieben die ausländischen Bankkunden weiterhin anonym.

Die EU und zahlreiche Länder lehnen diese Form der Steuer ab und fordern einen automatischen Informationsaustausch. (bat, sda)

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Der Streit ums Bankgeheimnis scheint die Auslandbanken wenig beeinträchtig zu haben. (Eveline Kobler, 26.5.2010)
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