Umsatzeinbruch in der Schweizer Kunststoff-Industrie
Die Kunststoff-Industrie, eine kaum beachtete Branche
Nach dem Rekord im Jahr 2008 hat die Schweizer Kunststoff-Industrie im vergangenen Jahr einen Rückschlag erlitten. Der Umsatz ging 2009 von 15,9 Milliarden auf 14,4 Milliarden Franken zurück.
Rückgang geringer als erwartet
Die Branche sei mit einem Rückgang von nicht ganz 10 Prozent glimpflich davongekommen, sagte der Geschäftsführer des Kunststoffverbandes Schweiz (KVS), Ernesto Engel, vor den Medien in Zürich. Vor einem Jahr hatte der Verband noch einen Einbruch von 15 Prozent erwartet.
Der Umsatz für 2009 liegt aber immer noch über dem Niveau von 2007. Letzteres war mit 14,3 Milliarden Franken Umsatz immerhin das viertbeste Jahr der Kunststoffindustrie.
2100 Stellen weg
Zudem habe eine Strukturbereinigung stattgefunden: Beinahe 60 Firmen seien verschwunden, so Engel. Die Branche zähle noch 843 Unternehmen.
Damit einher ging ein Stellenabbau: Insgesamt verschwanden 2100 Arbeitsplätze, so dass die Kunststoffindustrie noch gut 34'000 Angestellte beschäftigt.
Erfahrene Mitarbeiter sind rar
Der Stellenabbau von 6 Prozent des Personals sei geringer ausgefallen als der Umsatzrückgang, sagte Engel. Die Unternehmen seien bestrebt gewesen, den Mitarbeiterstamm zu halten, erklärte der stellvertretende KVS-Geschäftsführer Peter Stauffer.
Einerseits hätten die Unternehmen Schwierigkeiten, erfahrene Mitarbeiter zu rekrutieren, weshalb man die eigenen Leute auch bei schlechterem Geschäftsgang halten wolle, sagte Engel. Auch die Lehrstellen könne man nicht alle besetzen.
Wieder mehr Zuversicht
Andererseits seien die Unternehmen wieder zuversichtlicher für die Zukunft. Nach dem in mancher Hinsicht verlorenem Jahr 2009 steige die Stimmung in der Branche wieder an. (cdm, sda)
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