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Sonntag, 16.5.2010

Millionenstrafe für Ryanair

Der Billigflieger Ryanair muss eine Busse von drei Millionen zahlen, weil er im Vulkanasche-Chaos gestrandeten Passagieren in Italien nicht genug geholfen hat.

Die Fluggesellschaft Ryanair habe im Aschewolke-Chaos gestrandeten Passagieren zu wenig Hilfe geleistet, stellte das italienische Amt für Flugsicherheit (ENAC) fest und verdonnerte den Billigflieger zur Zahlung einer Busse von drei Millionen Euro.

Passagiere sassen ohne Essen und Hotelzimmer fest
Ryanair sei Mitte April auf dem römischen Flughafen Ciampino mindestens in 178 Fällen ihren Verpflichtungen nicht nachgekommen, berichtete die Zeitung «La Repubblica». Gestrandete Passagiere seien mit zu wenig Essen und Trinken versorgt worden. Unter den Geprellten seien zahlreiche Familien mit kleinen Kindern und ältere Menschen gewesen.

Gehapert habe es auch an Übernachtungsmöglichkeiten oder Ersatzflügen. Die ENAC selbst und der italienische Zivilschutz hätten den Ryanair-Passagieren unter die Arme greifen müssen, schreibt die römische Zeitung.

Ryanair weist alle Vorwürfe zurück
Eine Sprecherin von Ryanair sagte gegenüber dem Sender BBC, die Anschuldigungen seien «kompletter Blödsinn». Man habe sich voll und ganz an die EU-Richtlinien gehalten und sei dafür sogar von der EU gelobt worden.

Kurz nach dem Flugchaos im April hatte Ryanair zunächst angekündigt, man werde nur die Ticketpreise ersetzen. Später allerdings hiess es, das Unternehmen werde sich den europäischen Regeln unterwerfen und alle «angemessenen Ausgaben» zahlen.

Gemäss EU-Regelung ist im Fall einer ausfallenden Flugverbindung die betreffende Airline gesetzlich verpflichtet, für einen Ersatzflug sowie für die Verpflegung und Unterbringung der Passagiere zu sorgen. (bat, dpa)

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