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Freitag, 3.9.2010

Roche greift zum Rotstift

Der Balser Pharmariese Roche will die Produktivität verbessern, die Kosten senken und Prioritäten neu definieren. Wie viele Stellen abgebaut werden, will Roche bis Ende Jahr bekannt geben.

Wegen der gekürzten Gesundheitsbudgets vor allem in den USA und in Europa sowie Rückschlägen bei der Zulassung von Medikamenten greift der Basler Pharma- und Diagnostik-Konzern Roche zum Rotstift. Wie viele Stellen er streicht, gibt er allerdings erst Ende Jahr bekannt.

Roche strebt breite Optimierung an
Die Gesundheitsbehörden investierten ihre knapper werdenden Ressourcen vermehrt in Therapien und Diagnosemethoden mit dem grössten medizinischen Nutzen, begründet Roche die Restrukturierung. Der Kostendruck habe zur Folge, dass der Konzern die Prozesse zur Anpassung der Kostenstruktur und zur Verbesserung der Produktivität beschleunigen müsse.

Dieser Prozess sei indessen nicht nur eine Massnahme zur Kostensenkung, teilte Roche weiter mit. Es gehe auch darum, die richtigen Prioritäten zu setzen.

Evaluation bis Ende Jahr
Alle Unternehmenseinheiten von Roche überprüfen nun in den kommenden Monaten ihre Strukturen und Prozesse. Zu internen Vorgaben für diese Analyse wollte Konzernsprecher Alexander Klauser keine Angaben machen.

Die aus dieser Analyse folgenden Massnahmen sollen 2011 und 2012 umgesetzt werden. Wie das konkret aussieht und welche Auswirkungen es auf den Stellenbestand hat, will Roche vor Ende des laufenden Jahres bekannt geben.

Rückschläge bei Avastin
Roche musste jüngst einige Rückschläge bei der Zulassung von Medikamenten hinnehmen, was sich auf den Börsenkurs des Pharmakonzerns durchschlug. So empfahl in den USA der Beratungs-Ausschuss der Nahrungs- und Medikamentenaufsicht, die Zulassung von Avastin zur Behandlung von fortgeschrittenem Brustkrebs zurückzuziehen. Falls die Behörde der Empfehlung folgt, droht Roche ein Umsatzverlust von 600 Millionen Franken.

Einen weiteren Rückschlag musste Roche in Grossbritannien hinnehmen. Die britische Gesundheitsbehörde lehnte Avastin als zu teuer ab.

Avastin sorgte für hohe Umsätze
Das Krebsmedikament Avastin ist der Umsatzrenner bei Roche. Das Medikament sorgte im ersten Semester für Einnahmen in Höhe von 3,4 Milliarden Franken. Auf die Onkologie entfielen in den ersten sechs Monaten 57 Prozent des Umsatzes von 19,4 Milliarden Franken. Der gesamte Umsatz von Roche stieg um 3 Prozent auf 24,6 Milliarden Franken. (bat, sda)

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Mittwoch, 21.7.2010

Herber Rückschlag für Roche

Roche verliert in den USA vermutlich die Zulassung für das Medikament Avastin zur Brustkrebsbehandlung. Das trifft den Pharmariesen empfindlich, denn das Krebsmittel ist sein umsatzstärkstes Produkt.  Mehr


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