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Mittwoch, 21.7.2010

Herber Rückschlag für Roche

Roche verliert in den USA vermutlich die Zulassung für das Medikament Avastin zur Brustkrebsbehandlung. Das trifft den Pharmariesen empfindlich, denn das Krebsmittel ist sein umsatzstärkstes Produkt.

Der Basler Pharmakonzern Roche hat in den USA einen herben Rückschlag erlitten. Ein Beraterausschuss empfahl der US-Arzneimittelbehörde (FDA), die Zulassung des Medikaments Avastin zur Brustkrebsbehandlung zurückzuziehen.

Avastin, das auch gegen Darm-, Lungen-, Hirn- und Nierenkrebs eingesetzt wird, ist das umsatzstärkste Medikament des Pharmakonzerns. Der letzte Jahresumsatz betrug 6,2 Milliarden Franken. Analysten schätzen, dass rund zehn Prozent davon aus der Brustkrebsbehandlung kommen. Ohne die Zulassung zur Brustkrebsbehandlung auf dem US-Markt könnte der Avastin-Jahresumsatz laut Analysten um rund eine Milliarde Dollar einbrechen.

Kleiner Nutzen und grosse Nebenwirkungen
Avastin ist seit Februar in den USA nur provisorisch als Brustkrebsmittel zugelassen. Die FDA forderte zusätzliche Analysen über die Wirksamkeit von Avastin bei der Behandlung von Brustkrebs.

Das Experten-Gremium votierte nun mit zwölf zu einer Stimme gegen eine endgültige Zulassung. Die Mitglieder des Ausschusses erklärten, der Nutzen von Avastin bei Brustkrebs im fortgeschrittenen Stadium sei nicht gross genug, um die erheblichen Risiken zu rechtfertigen.

Das letzte Wort hat nun die FDA. Die Behörde folgt üblicherweise den Empfehlungen ihrer Expertengremien, wenngleich sie nicht daran gebunden ist. Der Entscheid der Arzneimittelbehörde wird für den 17. September erwartet. (bat, sda/reuters)

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