Ypsomed verkauft weniger Injektions-Pens
Höhere Kosten, Investitionen und weniger Umsätze haben beim Medizinaltechnik-Unternehmen Ypsomed den Gewinn um mehr als zwei Drittel einbrechen lassen. Unter dem Strich blieben noch 9,4 Millionen Franken.
Weniger Pen-Bestellungen
Im Vorjahr hatte der Reingewinn noch 26,1 Millionen Franken betragen. Auch auf operativer Ebene ging der Überschuss kräftig um 56,2 Prozent zurück: Der Betriebsgewinn (EBIT) belief sich noch auf 13,4 Millionen Franken, wie Ypsomed im bernischen Burgdorf mitteilte.
Der Umsatz betrug im vergangenen Geschäftsjahr (per Ende März) noch 254 Millionen Franken, ein Minus von 7,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Grund für den Einbruch seien vor allem Volumenrückgänge für Pens für den Hauptkunden Sanofi-Aventis, hiess es. Pens sind spezielle Applikationsinstrumente, beispielsweise zur Insulin-Injektion.
Stärker im Diabetes-Direktgeschäft
Auch im laufenden Geschäftsjahr rechnet Ypsomed in diesem Bereich mit einem rückläufigen Geschäft. Dafür hat das Unternehmen beispielsweise im Diabetes-Direktgeschäft zulegen können.
Insgesamt erwartet Ypsomed für das laufende Geschäftsjahr ein leichtes Wachstum und einen Betriebsgewinn auf Vorjahresniveau.
Weitere Investitionen geplant
Das Unternehmen befinde sich in einer Transformations- und Aufbauphase, in der in Produktion und Vertrieb investiert werde, heisst es in der Mitteilung weiter.
Der Generalversammlung wird eine Nennwertrückzahlung im Umfang von 25 Rappen je Namenaktie vorgeschlagen. Im vergangenen Jahr wurden 60 Rappen je Aktie über eine Nennwertrückzahlung ausgeschüttet. (pet, sda)
Mehr zu den Stichwörtern:
