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(keystone)

Chronologie: Die UBS in Turbulenzen

Dutzende Milliarden Franken hat die UBS während der Finanzkrise abschreiben müssen und sich 2008 wohl nur mit der Hilfe des Staates retten können. Fast scheint es, als sei die Bank danach auf gutem Wege, sich zu erholen, da sorgt ein neuer Skandal für Schlagzeilen.

Im September 2011 wird bekannt, dass ein Investmentbanker der Bank in London rund zwei Milliarden Dollar in den Sand gesetzt hat. Grösser als der finanzielle dürfte der Imageschaden für die Bank wiegen. Die wichtigsten Stationen der UBS-Krise.

3. Mai 2007

UBS Hedge-Fund mit Verlust
Die Hedge-Fund-Tochter der UBS, Dillon Read Capital Management erleidet wegen der US-Hypothekenkrise einen Verlust von 150 Millionen Franken. Dillon Read wird in die Investmentbank zurück integriert, was 229 Millionen kostet. Der UBS-Konzern macht im 1. Quartal 2007 einen Gewinn von knapp 3,3 Milliarden Franken.

6. Juli 2007

Rohner statt Wuffli
UBS-Konzernchef Peter Wuffli wird überraschend durch Marcel Rohner abgelöst.

14. August 2007

Rekordgewinn und Warnung
Die UBS kann für das 2. Quartal 2007 einen Rekordgewinn von 5,6 Milliarden Franken verbuchen. Die Bank warnt aber auch vor schwierigen Marktbedingungen.

1. Oktober 2007

Abschreiber und Abgänge
Wegen der US-Hypothekarkrise muss die UBS 4 Milliarden Dollar abschreiben. 1500 Stellen im Investment Banking werden abgebaut. UBS-Finanzchef Clive Standish und Investmentbank-Chef Huw Jenkins verlassen das Unternehmen.

30. Oktober 2007

Quartalsverlust: 726 Millionen
Die UBS muss wegen der US-Hypothekenkrise für das 3. Quartal 2007 einen Verlust von 726 Millionen Franken verbuchen.

10. Dezember 2007

Kapital aus Asien und Nahost
Die UBS muss wegen der US-Hypothekarkrise weitere 10 Milliarden Dollar abschreiben. Um die zerzauste Bilanz zu stärken, sollen der Staatsfonds GIC aus Singapur und ein Geldgeber aus dem Nahen Osten einsteigen.

30. Januar 2008

21-Milliarden-Abschreiber
Die UBS gibt für das 4. Quartal 2007 einen Verlust von 12,5 Milliarden Franken bekannt. Insgesamt musste die Bank wegen der Hypothekenkrise in den USA bislang rund 21 Milliarden Franken abschreiben.

14. Februar 2008

Zum ersten Mal Verlust seit zehn Jahren
Die UBS muss für das ganze Jahr 2007 den ersten Verlust ihrer zehnjährigen Geschichte hinnehmen: 4,4 Milliarden Franken fehlen unter dem Strich.

27. Februar 2008

Kapitalerhöhung durch neue Investoren
An der ausserordentlichen Generalversammlung stimmen die Aktionäre der Kapitalerhöhung und damit dem Einstieg des Singapurer Staatsfonds GIC und eines nahöstlichen Investors zu. Eine von Ethos verlangte Sonderprüfung wird knapp abgelehnt.

1. April 2008

Ospel verzichtet auf Wiederwahl
Die UBS gibt für das 1. Quartal 2008 einen Verlust von 12 Milliarden Franken bekannt. Ausserdem werden weitere 19 Milliarden Franken abgeschrieben. Damit hat die UBS im Zuge der Subprime-Krise bislang rund 40 Milliarden Franken in den Sand gesetzt. Sie kündigt deshalb auch eine weitere Kapitalerhöhung in Höhe von 15 Milliarden Franken an.

Verwaltungsratspräsident Marcel Ospel erklärt, er werde bei der Generalversammlung vom 23. April nun doch nicht mehr zur Wiederwahl antreten. Als sein Nachfolger wird Chefjurist Peter Kurer nominiert.

21. April 2008

UBS analysiert Subprime-Debakel
Die UBS analysiert im Bericht an die Bankenkommission EBK das Debakel mit den faulen US-Hypothekenpapieren. Sie nennt Fehleinschätzungen, mangelnde Überwachung und falsche Anreize als Ursachen. Die Strategie sei aber nicht grundsätzlich falsch gewesen, so die UBS.

23. April 2008

Neuer Präsident und neues Kapital
Die Generalversammlung wählt Peter Kurer zum Nachfolger von Verwaltungsratspräsident Marcel Ospel. Ausserdem wird die Kapitalerhöhung von 15 Milliarden Franken gutgeheissen.

12. August 2008

Verlust grösser als erwartet
Die UBS meldet für das 2. Quartal einen Verlust von 358 Millionen Franken, trotz einer Steuergutschrift in Höhe von 4 Milliarden. Erneut müssen 5 Milliarden Franken aus den Verlustgeschäften in den USA abgeschrieben werden. In der Vermögensverwaltung sind 17 Milliarden Franken Kundengelder abgezogen worden.

2. Oktober 2008

UBS wird umgebaut
An der ausserordentlichen Generalversammlung in Basel billigen die Aktionäre die Umstrukturierung der Bank. Verwaltungsratspräsident Peter Kurer will die drei Sparten Investment Banking, Global Asset Management und Vermögensverwaltung künftig in drei autonome Unternehmensteile trennen.

Ausserdem haben die Aktionäre alle vier vorgeschlagenen neuen Verwaltungsräte gewählt. Es sind dies der frühere Nationalbank-Vizepräsident und amtierende Swiss-Life-Präsident Bruno Gehrig, das BP-Konzernleitungsmitglied Sally Bott, der US-Rechnungsprüfungsspezialist William Parrett sowie der Finanzmarkt- und Vermögensverwaltungsprofi Rainer-Marc Frey.

3. Oktober 2008

UBS streicht weitere 2000 Stellen
Einen Tag nach der ausserordentlichen Generalversammlung und dem recht optimistischen Ausblick für 2009 gibt die UBS bekannt, im Investment-Bereich weitere 2000 Stellen abzubauen. Betroffen sind vor allem die USA und Grossbritannien. Seit Herbst 2007 sind bei der Investmentbank rund 6000 Jobs verloren gegangen.

16. Oktober 2008

Der Bund rettet die UBS
Wegen des Vertrauensverlusts und der massiv verschlechterten Refinanzierungsmöglichkeiten sucht die UBS Hilfe beim Bund. Der Massnahmenplan von Bundesrat, Nationalbank und Bankenkommission sieht vor, dass die UBS ihre illiquiden Papiere in Höhe von bis zu 60 Milliarden Franken in eine Zweckgesellschaft auslagert. Zudem finanziert der Bund der Bank eine Kapitalerhöhung von 6 Milliarden Franken in Form von Wandelanleihen. Mit dem Betrag beteiligt sich die UBS an der Zweckgesellschaft, den Rest finanziert die Nationalbank.

4. November 2008

Kleiner Gewinn
Die UBS erzielt im 3. Quartal einen Gewinn von 296 Millionen Franken. Vor einem Jahr hatte sie noch einen Verlust von 858 Millionen Franken hinnehmen müssen.

17. November 2008

UBS führt Malus-System ein
Die UBS führt ein neues Lohnsystem ein: Für Top-Manager gilt ab 2009 ein Malus-System, neben dem Bonus-System, das bis dato galt. Dadurch sollen die Manager langfristiger und vorsichtiger wirtschaften. Zudem erhält der Verwaltungsratspräsident neu einen festen Lohn, also keine variable Vergütung mehr.

27. November 2008

UBS-Aktionäre stimmen Hilfspaket zu
Die Aktionäre der UBS stimmen der Kapitalerhöhung zwecks Mitfinanzierung des Auffangfonds für die faulen US-Papiere um 6 Milliarden Franken klar zu.

Zudem gibt Verwaltungsratspräsident Peter Kurer bekannt, dass ehemalige Spitzenkader der UBS freiwillig auf Lohn- und Bonus-Zahlungen in Höhe von knapp 70 Millionen Franken verzichten.

8. Dezember 2008

Nationalrat stimmt Hilfspaket zu
Der Nationalrat stimmt dem 6-Milliarden-Kredit für eine Bundesbeteiligung an der UBS klar zu. Nein sagt die Linke, die erfolglos schärfere Auflagen für die UBS verlangt hatte. Ein Antrag, von UBS-Managern Boni zurückzufordern, scheitert aber nur hauchdünn.

19. Dezember 2008

SNB übernimmt erste Tranche problematischer UBS-Papiere
Die Schweizerische Nationalbank (SNB) hat über die dafür gegründete Zweckgesellschaft von der UBS illiquide und andere Aktiva im Wert von 16,4 Milliarden Dollar übernommen.

10. Februar 2009

20 Milliarden Verlust, 2,2 Milliarden Boni
An ihrer Bilanzmedienkonferenz muss die UBS für 2008 einen Verlust von 19,7 Milliarden Franken und einen Vermögensabfluss von 226 Milliarden Franken bekannt geben. Zwei Monate später im Geschäftsbericht wird der Fehlbetrag wegen ausserordentlicher Verluste gar mit 20,9 Milliarden Franken angegeben.

Die UBS zahlt für 2008 variable Löhne von 2,2 Milliarden Franken. Die freiwilligen Boni betragen 1,2 Milliarden Franken, was grosse Kritik auslöst. Weitere 2000 Stellen sollen gestrichen werden, bis zu 800 in der Schweiz.

Gemäss der Nationalbank wird der im Rettungspaket vereinbarte Maximalbetrag von 62 Milliarden Franken für toxische UBS-Aktiven nur zu maximal 45 Milliarden Franken ausgeschöpft.

15. Februar 2009

Summe für Bonuszahlungen wird erhöht
Die UBS darf für das Jahr 2008 noch mehr Boni ausbezahlen als die vorgesehenen 2,2 Milliarden Franken. Sie sieht zusätzliche 1,6 Milliarden vor, die rückwirkend ausbezahlt werden können, wenn die Bank 2009 gut wirtschaftet.

24. Februar 2009

UBS-Aktie weniger als 10 Franken wert
Die UBS-Aktie wird an der Schweizer Börse erstmals in ihrer Geschichte für weniger als 10 Franken gehandelt. Vorübergehend sinkt sie bis auf 9.36 Franken. Im Februar 2007 war die UBS-Aktie noch knapp 72 Franken wert.

26. Februar 2009

UBS-Chef Rohner geht, Grübel kommt
Marcel Rohner, Konzernchef der UBS, tritt mit sofortiger Wirkung zurück. Er wird durch Oswald Grübel, den früheren Chef der Credit Suisse, ersetzt. Grübel war im Mai 2007 bei der CS in Pension gegangen.

4. März 2009

Villiger soll VR-Präsident Kurer ersetzen
Verwaltungsratspräsident Peter Kurer tritt zurück. Das Aufsichtsgremium schlägt als seinen Nachfolger alt Bundesrat Kaspar Villiger vor. Die Generalversammlung wird am 15. April darüber befinden.

16. März 2009

Weitere Rücktritte aus dem Verwaltungsrat
Drei weitere Mitglieder verlassen den UBS-Verwaltungsrat. Es sind dies der Westschweizer Unternehmer Ernesto Bertarelli sowie Gabrielle Kaufmann-Kohler und Jörg Wolle. Sie sollen ersetzt werden durch ABB-Finanzchef Michel Demaré; den obersten Risiko-Manager des Zürich-Versicherungskonzerns, Axel Lehmann, sowie durch Ann Godbehere.

15. April 2009

Weiterer Stellenabbau, Villiger neuer VR-Präsident
Der neue Konzernchef Oswald Grübel präsentiert an der Generalversammlung seine neue Strategie: Abbau von konzernweit 8700 Stellen, davon 2500 in der Schweiz. Ziel sind Einsparungen von 3,5 bis 4 Milliarden Franken bis Ende 2010.

Alt Bundesrat Kaspar Villiger wird zum neuen VR-Präsidenten gewählt, die vorgeschlagenen drei neuen Köpfe ziehen in den Verwaltungsrat ein.

5. Mai 2009

Weiterer Milliardenverlust
Die UBS meldet einen Verlust im 1. Quartal 2009 von 1,975 Milliarden Franken. Weltweit sind weitere 23 Milliarden Franken verwaltetes Vermögen von der UBS abgezogen worden.

25. Juni 2009

Eigenkapital erhöht
Die UBS platziert rund 293 Millionen genehmigtes Kapital bei einigen Grossinvestoren und erhält dadurch netto rund 3,8 Milliarden Franken frisches Eigenkapital. Gleichzeitig gibt die Grossbank bekannt, dass sie auch im 2. Quartal mit roten Zahlen rechnet. Auch fliesse immer noch Kapital ab.

4. August 2009

Hoher Verlust und viel weniger Kundengelder
Für das 2. Quartal beträgt der Verlust 1,4 Milliarden Franken. Weitere 39,5 Milliarden Franken an Kundengeldern sind abgeflossen. Im Investment Banking, dem Hauptmotor für die Quartalsgewinne anderer Grossbanken, schreibt die UBS immer noch rote Zahlen. Allerdings ist der Verlust deutlich geringer ausgefallen als im Vorquartal.

Die Zahl der Mitarbeitenden ist um 4400 gesunken. Per Ende Juni beschäftigt die UBS noch knapp 72'000 Personen.

20. August 2009

Bund verkauft UBS-Anteile und macht Gewinn
Der Bund wandelt seine UBS-Anleihe in 332,2 Millionen Aktien um und platziert sie zu 16.50 Franken bei institutionellen Anlegern.

Zusätzlich zum Verkaufserlös von 5,48 Milliarden Franken erhält die Eidgenossenschaft für die investierten 6 Milliarden Franken einen Zins von 1,8 Milliarden Franken. Unter dem Strich bleibt ihr damit ein Gewinn von 1,2 Milliarden Franken aus ihrem direkten Engagement bei der UBS.

14. September 2009

Finma räumt Versäumnisse ein
Im 71-seitigen Bericht «Finanzmarktkrise und Finanzmarktaufsicht» beleuchtet die Eidgenössische Finanzmarktaufsicht Finma die Rolle der Schweizerischen Aufsichtsbehörden in der Finanzkrise.

Die Aufsicht sei mangelhaft gewesen, es habe Versäumnisse und Fehleinschätzungen gegeben räumt die Finma ein. Im Fall der UBS habe sich die Bankenaufsicht zu stark auf die Einschätzung der Manager der Bank verlassen.

3. November 2009

Verlust auch im 3. Quartal
Anders als viele ihrer Konkurrenten kommt die UBS wegen Problemen im Investmentbanking nicht aus den roten Zahlen. Der Verlust im 3. Quartal 2009 beträgt immer noch 564 Millionen Franken.

15. Dezember 2009

Keine Strafverfahren in der Schweiz
Der UBS-Verwaltungsrat lässt verlauten, dass er auf Klagen gegen ehemalige Manager der Ära Ospel verzichtet.

Die Zürcher Staatsanwaltschaft ihrerseits verzichtet auf Verfahren gegen die UBS wegen den grenzüberschreitenden Aktivitäten von UBS-Mitarbeitern in den USA. Die umstrittenen Aktivitäten seien nach schweizerischem Recht nicht strafbar, lautet die Begründung.

12. Janaur 2010

Neuer Verhaltens- und Ethikkodex
Die UBS gibt für ihre Mitarbeitenden einen neuen Verhaltens- und Ethikkodex heraus. Er verpflichtet unter anderem alle Mitarbeitenden und den Verwaltungsrat, Gesetze, Vorschriften und Reglemente der Länder einzuhalten, in denen die UBS tätig ist, ebenso wie die internen Weisungen, Richtlinien und Verfahren. Ausdrücklich wird den UBS-Mitarbeitenden untersagt, Kunden dabei zu helfen, Steuern zu hinterziehen oder die Behörden zu täuschen.

9. Februar 2010

Jahresverlust von 2,7 Milliarden Franken
Die UBS schafft im 4. Quartal 2009 erstmals den Sprung zurück in die Gewinnzone: Der Reingewinn beträgt 1,2 Milliarden Franken.

Im gesamten Jahr 2009 beträgt der Verlust 2,74 Milliarden Franken. Es ist der dritte Jahresverlust hintereinander. 2009 fliessen insgesamt Kundengelder im Umfang von 147 Milliarden Franken ab.

15. März 2010

Millionensaläre für UBS-Spitze
Trotz Milliardenverlust erhalten die UBS-Top-Manager auch für 2009  Millionensaläre. Allein für die amtierende Geschäftsleitung wendet die Grossbank laut Geschäftsbericht 68,7 Millionen Franken auf.

Der derzeit bestverdienende Manager ist Carsten Kengeter, einer der beiden Chefs der Investmentbank. Er bekommt 13,2 Millionen Franken. Abtretenden Topmanagern bezahlt die Grossbank rund 39 Millionen Franken.

14. April 2010

Keine Décharge für 2007
Die Aktionäre entlasten die UBS-Spitze des Jahres 2007 nicht. An der Generalversammlung in Basel stimmen 52,75 Prozent der vertretenen Stimmen gegen die sogenannte Décharge. Für die Jahre 2008 und 2009 erteilen die rund 4700 Aktionäre die Entlastung hingegen mit deutlichen Mehrheiten.

Den Vergütungsbericht für das vergangene Geschäftsjahr mit den darin enthaltenen Boni heissen die Aktionäre gut. Allerdings stimmen fast 40 Prozent der Aktionäre dagegen.

4. Mai 2010

Tiefschwarze Zahlen im 1. Quartal 2010
Im 1. Quartal beträgt der Reingewinn 2,2 Milliarden Franken. Aber immer noch ziehen viele Kunden ihr Geld von der UBS ab: Allein in den ersten drei Monaten 2010 sind es 18 Milliarden Franken.

14. Mai 2010

Bestand an toxischen Papieren geschrumpft
Gemäss dem Quartalsbericht der Schweizerischen Nationalbank (SNB) beträgt das Darlehen der SNB zur Finanzierung des Stabilisierungsfonds fauler UBS-Papiere noch 17,7 Milliarden Dollar.

Seit Herbst 2008 konnte die SNB also risikoreiche UBS-Papiere aus dem Fonds im Wert von mehreren Dutzend Milliarden Dollar verkaufen, der ursprüngliche maximale SNB-Kreditrahmen für faule UBS-Papiere hatte 54 Milliarden Dollar betragen.

14. Juni 2010

Ständerat verhindert eine PUK
Der Ständerat lehnt im Gegensatz zum Nationalrat die Einsetzung einer parlamentarischen Untersuchungskommission (PUK) zur Finanzmarktkrise ab. Damit ist eine PUK vom Tisch.

14. Oktober 2010

Quartalsgewinn übertrifft Erwartungen
Die UBS fährt im 2. Quartal 2010 einen weit höheren Gewinn ein, als Analysten erwartet hatten: Mit 2 Milliarden Franken liegt der Quartalsgewinn nur unwesentlich tiefer als im ersten Quartal, als die UBS 2,2 Milliarden verdiente. Zudem schwächte sich der Abluss von Kundengeldern weiter ab, er betrug noch 4,7 Milliarden Franken.

Das Ergebnis der Investmentbank sticht hervor. Deren Vorsteuergewinn stieg im Vergleich zum Vorquartal um rund 10 Prozent auf 1,3 Milliarden Franken.

14. Oktober 2010

UBS räumt Fehler ein und lehnt Klagen ab
In einem «Transparenzbericht» - erstellt auf Verlangen des Parlaments - liess die UBS untersuchen, wie es dazu kommen konnte, dass sie im Zuge der Finanzkrise Milliardenverluste hinnehmen und der Staat die Bank schliesslich retten musste.

Die UBS räumt in dem Bericht Fehler ein: Zum einen habe die Wachstumsstrategie im Investmentbanking wesentlich zu den Verlusten beigetragen. Sie sei zu stark auf Umsatzsteigerung ausgerichtet gewesen. Zum anderen seien Risiken falsch eingeschätzt worden und statistische Modelle oder Bewertungen von Ratingagenturen nicht hinterfragt worden.

In dem Bericht heisst es weiter, die Bank habe die Lehren gezogen und wolle nun «einen Schlussstrich ziehen». Klagen gegen die frühere Führung der Bank soll es - wie bereits früher entschieden - nicht geben.

15. September 2011

UBS-Händler setzt zwei Milliarden Dollar in den Sand
Während das Parlament über strengere Regeln für die Schweizer Banken diskutiert, schockiert die UBS mit einer Meldung aus dem Investmentbanking: Es wird bekannt, dass ein Londoner Händler - nach Angaben der Bank handelte er allein - rund zwei Milliarden Dollar in den Sand gesetzt hat.

Die Bank schliesst nicht aus, dass im dritten Quartal 2011 ein Verlust entsteht. Ein 31-Jähriger Verdächtiger wird noch in der Nacht von der Londoner Polizei verhaftet. Die UBS-Aktie fällt zeitweise um rund acht Prozent.

23. September 2011

Konzernchef Grübel tritt zurück
Oswald Grübel zieht die Konsequenzen aus dem milliardenschweren Handelsskandal und tritt zurück. UBS-Präsident Kaspar Villiger erklärt, der Verwaltungsrat bedauere die Entscheidung Grübels. «Oswald Grübel betrachtet es als seine Pflicht, für den kürzlichen Vorfall im Zusammenhang mit dem unautorisierten Handel die Verantwortung zu übernehmen», erklärte Villiger.

Bis ein Nachfolger gefunden ist, soll Europa-Chef Sergio Ermotti einspringen und den Konzern vorübergehend leiten. Das risikoreiche Investmentbanking soll zurückgefahren werden.

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