Olympia-Lexikon: Eisschnelllauf
Eisschnelläufer sehen zwar aus wie Froschmänner, bewegen sich aber entschieden schneller - und eleganter (key)
Da es in dieser Disziplin nur zwei Bahnen gibt, können nicht alle Läufer miteinander starten. Deshalb jeweils nur zwei Läufer pro Durchgang - wer mit wem wird vorher ausgelost. Bei diesem Vorgehen wissen die Sportler aber nie, wie schnell sie im Vergleich mit allen Konkurrenten sind. Deshalb stehen ihre Trainer am Rand der Bahn und zeigen ihnen die Zeiten der anderen Läufer an.
Spitzenläufer wetzen mit bis zu 60 Stundenkilometern über's Eis. Dieses atemberaubende Tempo erreichen sie unter anderem auch durch die hautengen Anzüge, die heutzutage alle Eisschnellläufer tragen.
Diese aerodynamischen Anzüge hat der Schweizer Eissschnellläufer Franz Krienbühl aus Zug in den 70ern erfunden - damals war das revolutionär. Und Krienbühl hat den Anzug gleich selber ausprobiert. An der Winterolympiade 1976 in Montreal startete er - sehr zur Belustigung seiner Gegner - im neuen Anzug. Der Konkurrenz verging das Lachen allerdings schnell: Franz Krienbühl flitzte nämlich trotz seines fortgeschrittenen Alter von 47 Jahren auf den 8. Platz.
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