Olympia-Lexikon: Snowboard Halfpipe
Das Fahren in der Half Pipe sieht nach viel Spass aus, ist aber auf Olympia-Niveau ganz schön schwierig (key)
Snowboarder fahren mindestens sechs Meter die Wände hoch und springen mit genügend Schwung sogar nochmal bis zu fünf Meter über deren Kante hinaus. Im Schnitt schaffen Snowboarder pro Lauf zwischen fünf und acht solcher Sprünge - für mehr reicht die bis zu 130 Meter lange Halfpipe nicht.
Sprünge, Salti, Drehungen
Bei diesen Sprüngen müssen die Fahrer zeigen, was sie technisch so alles draufhaben: man dreht sich um die eigene Achse, springt Salti oder vollführt einen sogenannten «Grab», d.h., man hält während des Sprungs sein Brett mit der Hand fest.
Die Sprünge werden von einer Jury bewertet. Wie schwierig war der Sprung? Wie sauber und wie hoch wurde gesprungen? Zum Schluss bleiben 12 Finalisten übrig, die in nur noch einem Lauf gegeneinander fahren. Gewonnen hat, wer am meisten Punkte sammeln konnte.
Der Double Cork
Dieses Jahr steht ein Sprung besonders im Fokus: der Double Cork. Dabei vollführt der Fahrer zwei Salti und dreht sich während dessen noch drei Mal um die eigene Achse. Wer diesen Sprung beherrscht und ihn ein paar Mal zeigt, hat gute Chancen auf eine Medaille.
Den Double Cork beherrscht auch die Schweizer Medaillen-Hoffnung bei den Männern, Iouri Podladtchikov. Aber auch Frauen stürzen sich wagemutig in die Halfpipe. Und wenngleich deren Sprünge nicht ganz so hoch sind wie die der Männer, können die Frauen in Sachen Stil locker mithalten.
