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Sonntag, 7.2.2010

Olympia-Lexikon: Abfahrt und Super G

Zumindest im Alpinen Skisport gilt die Abfahrt als Königsdisziplin, weil dort die Fahrer am längsten, am schnellsten und am riskantesten den Berg runterrasen.

Der unerschrockene Didier Cuche brettert in Höchstgeschwindigkeit den Berg runter (key)

Wie beim Slalom muss auch bei der Abfahrt zwischen ausgesteckten Toren gefahren werden. Allerdings rasen Abfahrer auf bis zu 4 Kilometer langen Strecken mit bis zu 160 kmh den Berg runter und überwinden dabei bis zu 1'100 Höhenmeter.

Die Skis
Damit Abfahrtsskis möglichst schnell sind und dabei trotzdem stabil bleiben, sind sie bis zu 30% länger als Slalomskis.

Nur ein Lauf
Anders als in anderen Ski-Disziplinen wird bei der Abfahrt nur ein Lauf gefahren. Das gilt auch für den Super G, der der Abfahrt ähnlich ist. Beim Super G ist die Strecke aber kürzer und die Tore sind enger gesteckt.

Besonders schwierig macht den Super G, dass die Fahrer keine Trainingsfahrten auf der Rennstrecke machen dürfen. Sie dürfen sich die Strecke vor dem Rennen nur kurz ansehen - das muss reichen, um sie sich einzuprägen.

Hohes Risiko
Das Verletzungsrisiko ist bei beiden Disziplinen der hohen Tempi wegen sehr gross und es gibt immer wieder schwere Unfälle bei den Rennen und im Training, beispielsweise den Sturz von Daniel Albrecht in Kitzbühel vor einem Jahr, nach dem der Schweizer wochenlang im Koma lag. Oder der Unfall des Österreichers Lanzinger, der bei einem Super G-Rennen dermassen heftig ein Tor gerammt hat, dass ihm danach ein Bein amputiert werden musste.

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