Buch-Tipp: Severin Schwendener «Schein & Heilig»
«Schein & Heilig» ist ein Muss für Wissensdurstige: Man weiss am Ende nicht nur, wer der Mörder ist, sondern auch, was Viren können und können sollten.
Ehrgeizige Forscher
Thomas K. Hilvert, Hauptmann der Kapo Zürich - ein anfangs unausstehlicher Wicht, der im Laufe des Buches zum väterlichen Freund avanciert - erhält bald darauf die Kunde von einem zweiten Toten, der in Dietikon gefunden wird. Beide Tote sind Biologiestudenten.
Hilvert nimmt die Spur auf und schliesst an der ETH Bekanntschaft mit dem Studenten Reto, der ihm die Virenforschung nahe bringt. Darüber hinaus erfährt Hilvert mehr über übertrieben ehrgeizige Forscher wie Dietmar Schwartz - und ebendieser ETH-Professor wird zum dritten Mordopfer. Hilvert macht sich an die Lösung des Falles ohne zu wissen, wie nahe ihm der Täter ist.
Ein randvoller, rasanter Krimi
Hauptmann Hilvert ist der rote Faden in diesem ausladenden Krimi, der so viele Personen, Schauplätze, Informationen zur Forschung und Mordmotive anhäuft, das einem fast schwindlig wird. Dass der Krimi trotzdem ein süffiges Lesevergnügen bleibt, ist der unkomplizierten und bodenständigen Sprache des jungen Schweizer Autors Severin Schwendener zu verdanken. So heisst es da zum Beispiel eingangs des Buches:
«Ich bin Hilvert», dröhnte Hilvert. «Von der Polizei, Abteilung Leichen und Gemetzel. Wie ich sehe, bin ich hier an der richtigen Adresse.» (kum)
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