Buch-Tipp: Sebastian Fitzek «P.S. Ich töte dich»
Spannender Inhalt, schön gestaltete Verpackung: «P.S. Ich töte dich».
Schön sieht es aus, das schwarze Buch, edel wie ein Moleskin. Die Autorennamen sind rot aufgelistet, das erinnert an einen Sonnenuntergang. Aber das Rot ist ein Blutrot, denn darunter kreischt in weisser Kreide: «P.S. Ich töte dich». Nichts ist schön, alles ist grauenhaft. Perfekt für eine Sammlung von raffinierten Kurz-Thrillern.
13 Thriller und 13 graphologische Gutachten
Der deutsche Thrillerautor Sebastian Fitzek hat bei zwölf Berufskollegen Kurz-Thriller à je zehn Minuten Lesedauer eingeholt. Dazu haben alle eine Schriftprobe abgegeben, die im Buch abgedruckt und von einem Graphologen zum Beispiel so analysiert wird: «In dieser (...) düsteren Schrift dominiert eine unruhige Beweglichkeit, die durch die Richtungsschwankungen und die auffallenden Manierismen ein lebhaftes und mystisches Gesamtbild ergibt.» Wer weiss, vielleicht ist einem das Thrillerschreiben in den Schwung der Schreibfeder gelegt?
Ein Testament mit Post Scriptum
Die Schauplätze und Personen sind in jedem Kurzthriller ganz anders. In «Ein ehrenwertes Haus» vom Markus Heitz wird dem Witwer das Testament seiner Frau vorgelesen: «Im Vollbesitz meiner geistige Kräfte erkläre ich ...» und so weiter.
Aber am Ende des Testament steht ein überraschender Satz, der dem Witwer gilt: «P.S. Ich töte dich». Dieses PS taucht auf einmal überall auf, schreibt sich auch selber an die beschlagene Wand der Dusche. Wer steckt dahinter? Die Seele der Toten, die nicht zur Ruhe kommt - oder vielleicht ihr ehemaliger Geliebter?
Wie in jedem dieser Thriller ist schliesslich alles ganz anders, als man denkt. (kum)
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