Buch-Tipp: Nadja Klinger «Über die Alpen»
Zusammen mit einer Bekannten überquert sie zu Fuss und in drei Wochen die Alpen. Sie wählen den Weg Lindau - Appenzell - Elm - Thusis - Soglio und kommen am Comersee an.
Die Autorin erzählt, was sie dabei erleben, berichtet von Alphütten, Murmeltieren und dem fersenrettenden Apotheker, von Sonne und Regen, von Mühe und Freude. In diese Erzählung flicht sie die Biografie der in etwa 135 Millionen Jahre alten Alpen ein und gibt geschätzte (in doppeltem Sinne) 1001 Episoden aus diesem langen Leben dazu, von Erstbesteigungen, Tunneldurchbohrungen oder dem Permafrost.
Glänzendes Schmuckstück - gefährlicher Berg
Mit diesen Episoden informiert Nadja Klinger über die Berge und über das zweischneidige Verhältnis vom Menschen zum Berg.
Nehmen wir das glänzend als Schmuckstück verkaufte Matterhorn. Hinter diesem Glanz wird die Tatsache, dass am Matterhorn mehr Bergsteiger ums Leben gekommen sind als an jedem anderen Berg. Aber der gut vermarktete Berg ist ein niemals zu unterschätzender Berg: «Es heisst, dass im Eis des Gletschers, über den auch eine Skipiste führt, mittlerweile vierzig tiefgefrorene Leichen liegen.»
«Über die Alpen» ist ein Buch für 1001 Nacht. Persönliche Wanderimpressionen, die Geschichte der Alpen und Geschichten aus den Alpen halten die Leser wach.
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