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SendetermineDRS 4 aktuell vom Montag, 25.1.2010, 08.20 Uhr, DRS 4 News


Sendetermine:
Montag, 25.1.2010, 08.20-08.30 Uhr, DRS 4 News

DRS 4-Schwerpunkt: Wie weiter in Haiti nach der Nothilfe?

Haiti braucht definitiv die Hilfe von aussen. (Keystone)

Das Erdbeben am 12. Januar hat Haiti vom sogenannt gescheiterten Staat zu einem zerstörten Staat gemacht. Wie soll es mit dem Land weitergehen, wenn die Nothelfer einmal abgezogen sind? DRS 4 befragte dazu folgende Gesprächspartner:

- Walter Bernecker, Professor für Sozialwissenschaften, Universität Erlangen-Nürnberg

- Laurent Goetschel, Professor für Politikwissenschaft am Europainstitut der Universität Basel

- Karl Schuler, Kommunikationschef beim Schweizerischen Roten Kreuz 

- Balthasar Stammbach, Entwicklungshelfer mit mehrjähriger Einsatzerfahrung in Haiti

Bernecker: «Korrupte Eliten nicht an Entwicklung des Landes interessiert»

Die soziale Misere in Haiti, die bereits vor dem Erdbeben herrschte, kann mit der Geschichte des Landes begründet werden. Walter Bernecker, Professor für Sozialwissenschaften mit Schwerpunkt Lateinamerika an der Universität Erlangen-Nürnberg, sieht eine der Ursachen im grausamen Unabhängigkeitsprozess. Mehr

Hören (5:31)

Goetschel: «Protektorat könnte im Fall von Haiti sinnvoll sein»

Damit die internationale Hilfe zugunsten Haitis einen nachhaltigen Entwicklungseffekt haben kann, braucht das Land Institutionen, die zum Wohle möglichst vieler Haitianer da sind. Laut Laurent Goetschel, Professor für Politikwissenschaft am Europainstitut der Universität Basel, müsste dazu die Korruption in Haiti verringert und die Legitimität der zuständigen Regierungsstellen erhöht werden. Mehr

Hören (4:22)

Schuler: «Risiko, dass Hilfe nicht auf Bedürfnisse der Betroffenen eingeht»

Ob die internationale Hilfe nach dem Erdbeben für Haiti nicht nur eine vorübergehende Wirkung entfalten kann, wird sich laut Karl Schuler, Kommunikationschef beim Schweizerischen Roten Kreuz, erst in drei bis vier Jahren zeigen. Mehr

Hören (4:34)

Stammbach: «Geduld nötig, um den Staat auf die richtige Bahn zu bringen»

Trotz wiederholter internationaler Interventionen gehörte Haiti schon vor dem Erdbeben zu den ärmsten Ländern der Welt. Dafür sei auch die mangelnde Entschlossenheit der Hilfsorganisationen verantwortlich, die in der Vergangenheit keine kontinuierliche Entwicklung angepeilt hätten, sagte Balthasar Stammbach. Er arbeitete zwölf Jahre lang für die deutsche Welthungerhilfe in Haiti und ist heute für die Schweizer Entwicklungsorganisation Helvetas tätig. Mehr

Hören (3:38)

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