Film-Tipp: Der Versuch einer Lovestory
Heben sich von der Masse ab: Ben (David Kross) und Sreyko (Apinya Sakuljaroensuk). (Filmcoopi)
Ben gönnt sich nach dem Schulabschluss eine Reise durch Asien. In Phnom Penh verliebt er sich in die Kambodschanerin Sreykeo. Während sein Kumpel weiter trampt, zieht Ben zu Sreykeo in einen heruntergekommenen Wohnblock. Auch nachdem er erfahren hat, dass sie als Prostituierte arbeitet, um ihre Familie zu unterstützen, hält Ben zu ihr. Doch irgendwann geht ihm das Geld aus und er muss zurück nach Deutschland. Dort arbeitet er als Praktikant auf einer Zeitungsredaktion. Das Geld, das er entbehren kann, schickt er an Sreykeo, damit sie sich nicht mehr prostituieren muss. Bis sie anruft, um ihm mitzuteilen, dass sie HIV-positiv ist. Sofort macht er einen Test und erfährt, dass er sich nicht angesteckt hat. Dann reist er wieder nach Phnom Penh, um Sreykeo beizustehen.
Farbloses Darstellerpaar
Wer würde so etwas für eine Ex-Prostituierte tun? Das muss wirklich Liebe sein. Ist es auch, denn die Geschichte basiert auf den wahren Erlebnissen von Benjamin Prüfer, der heute mit dieser Kambodschanerin verheiratet ist. Nur schade, spürt man im Kino kaum etwas von dieser grossen Liebe. Sowohl David Kross, bekannt aus Filmen wie «The Reader» oder «Krabat», als auch der asiatische Jungstar Apinya Sakuljaroensuk wirken als Liebespaar farblos. Weder knistert es zwischen den beiden, noch vermitteln sie grosse Gefühle.
Vielleicht liegt es an der Regie von Detlev Buck, der mit David Kross zuvor schon das grossartige Jugenddrama «Knallhart» gedreht hat. Denn es macht den Anschein, als sei es Buck wichtiger gewesen, den Schmuddelschick der Grossstadt Phnom Penh zu inszenieren, als das Phänomen einer verblüffenden Liebe wirklich auszuloten.
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