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  • Der Staatsfeind Nr. 1: Sein Name war John Dillinger:

28.07.2009

Film-Tipp: Johnny Depp als Gangster

In «Public Enemies» zeigt Johnny Depp, wie man den «bösen» Banken eins auswischen kann: indem man sie ausraubt. Der Hollywood-Star spielt den Gangster John Dillinger, der in den 1930er Jahren zu zweifelhaftem Ruhm kam.

Johnny Depp geht Geld abheben (Universal Pictures)

John Dillinger (Johnny Depp) und seine Bande haben die schnelleren Autos und die besseren Waffen als die Polizei. Deshalb entkommen sie nach jedem Banküberfall mehr oder weniger unbehelligt. Ein Mann fasst das als persönliche Beleidigung auf: J. Edgar Hoover (Billy Crudup), der Gründer des FBI. Er erklärt Dillinger und dessen Leute kurzerhand zu «Public Enemies No. 1», den Staatsfeinden Nummer 1. Um Dillinger und seine Komplizen auszuschalten, verlangt Hoover ständig nach neuen Mitteln.

Johnny Depp spielt Dillinger als charismatisches Schlitzohr, das die Gunst der Stunde nutzt, sich aber zugleich masslos überschätzt. Und Batman-Darsteller Christian Bale mimt den aufstrebenden FBI-Agenten, der ihn letztlich zur Strecke bringt.

Regisseur Michael Mann («Heat») zeigt auf der einen Seite einen der berüchtigtsten Bankräuber aller Zeiten, auf der anderen Seite eine Polizeimacht, die erst durch diesen grossen Gegner wirklich mächtig werden konnte. Dabei tritt Michael Mann voll in die Falle der Verbrecher-Glorifizierung. Der 66-Jährige streitet das zwar ab und meint: «Dillinger war ein harter Kerl, der Leute umbrachte, und das zeigen wir auch. Aber er war auch extrem charmant, und er wusste genau, wie er die Menschen manipulieren konnte.» Das weiss ein Hollywood-Regisseur wie Michael Mann auch.

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Reto Baer
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