Südafrika zum Lesen: Die Literatur als Zeitzeugin
J.M. Coetzees Roman «Schande» erzählt von der gespaltenen Identität Südafrikas.
Wenn es um südafrikanische Literatur geht, gibt es einen Autor, an dem man nicht vorbei kommt: J.M. Coetzee. Der 70-jährige Literaturnobelpreisträger ist in Kapstadt geboren, lebt heute in Australien und hat zahlreiche Romane und Essays veröffentlicht.
J.M. Coetzees Roman «Schande» vereint viele Themen: Das Verhältnis zwischen Mann und Frau, Alt und Jung, verschiedenen Schichten, Der Bezug des Menschen zum Tier, das Leben in der Stadt und auf dem Land - dies alles in der Zeit nach der Apartheid.
Kurze Geschichten spielen eine grosse Rolle
Neben Romanen sind Kurzgeschichte und Erzählungen von grosser Bedeutung in Südafrika. Während in Europa die Veröffentlichung eines Romans einem Autoren meist mehr Renommee einbringt, geniessen kurze Texte in Südafrika dank ihrer Tradition grösseres Ansehen: Kurze Texte erlaubten es den Autoren seit jeher, schnell zu reagieren, zum Beispiel auf politische Ereignisse.
In dieser Tradition steht die Geschichtensammlung «Yizo Yizo». Darin zeigen südafrikanische Autorinnen und Autoren im Alter von 32 bis 75 Jahren anhand von Einzelschicksalen das Schicksal ganzer Menschengruppen und wie sich der südafrikanische Alltag nach dem Ende der Apartheid gestalten kann.
Geschichte und Fakten zu Südafrika
Wer für die WM sein Wissen über Südafrika erweitern möchte, greift zu Albrecht Hagemanns Buch «Kleine Geschichte Südafrikas»: Die Völkergeschichte des Landes, die Apartheid, Nelson Mandela - zentrale Fakten und Begriffe zu Südafrika finden sich in diesem Sachbuch. Beste WM-Leküre also, denn wer die Geschichte des Landes versteht, kann auch besser einschätzen, welche Chancen und Risiken die WM für Südafrika bedeutet.
Eine Fülle an Buch-Tipps aus und über Afrika ist übrigens auch bei artlink zu finden, dem Büro für Kulturkooperation in Bern. (sg)
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