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Montag, 30.6.2008

Spanien ist Europameister

Torres (3.v.r.) und seine Team-Kollegen im Freudentaumel. (keystone)
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Die spanische Nationalelf holt zum zweiten Mal in ihrer Geschichte den Meistertitel des europäischen Fussballs. Sie gewinnt den EM-Final in Wien gegen Deutschland dank des Tores von Fernando Torres 1:0.

Frühe Entscheidung
Schon in der 33. Minute trug sich die entscheidende Szene zu: Cesc Fabregas schoss Fernando Torres einen Pass. Torres überlief den zögernden Philipp Lahm und schob den Ball aus halbrechter Position an Keeper Jens Lehmann vorbei ins Tor. Es war der zweite Treffer für Torres.

Kopfball an den Pfosten
Die Führung war aufgrund der besseren Torchancen der Spanier verdient. Zehn Minuten vor dem 1:0 war Torres nach einer Flanke von Sergio Ramos höher gesprungen als Per Mertesacker und hatte den Ball an den Pfosten geköpft. Und bereits in der 14. Minute hatte Lehmann einen Schuss von Andres Iniesta in den Corner lenken können.

Deutsche zunächst viel versprechend
Aufgrund der Spielanteile hielt das Team von Joachim Löw die Partie bis zur Pause aber jederzeit offen. Dank aggressivem Zweikampfverhalten verhinderten die Deutschen das spanische Kurzpassspiel. Miroslav Klose kam schon in der 3. Minute zur ersten Gelegenheit, später hatte auch Thomas Hitzlsperger noch eine viel versprechende Chance. Sein Schuss von der Strafraumgrenze fiel aber zu schwach und unplatziert aus.

Spanier erhöhen Druck
Die besseren Chancen hatten nach der Pause die Spanier. Allein zwischen der 68. und 69. Minute besassen sie zweimal die Gelegenheit die Partie frühzeitig zu entscheiden. Zunächst scheiterte Sergio Ramos nach einem Freistoss von Xavi freistehend an Lehmann, Sekunden später wehrte Torsten Frings einen Schuss von Iniesta auf der Linie ab. Später schlug Marcos Senna nach einer Kopfball-Vorlage von Daniel Güiza vor dem Tor über den Ball.

Ballacks Einfluss gering
Der deutsche Captain Michael Ballack kam dem Ausgleich nach exakt einer Stunde noch am nächsten, als er nach Vorarbeit von Marcell Jansen nur das Aussennetz traf. Ansonsten blieb sein Einfluss, dessen Einsatz wegen einer Wadenverletzung lange ungewiss gewesen war, gering.

Deutsche chancenlos gegen spanische Abwehr
Je mehr die Deutschen auf ihre Rohkraft setzten und wild, aber ohne Konzept den spanischen Abwehrverband zu bedrängen versuchten, desto eher setzten die Spanier zu blitzschnellen Breaks an. Und in der Schlussphase war das spanische Tor überhaupt nicht mehr in Gefahr. Einem Last-Minute-Treffer wie im Halbfinal gegen die Türkei kamen die Deutschen diesmal nicht mehr nahe.

Zweiter EM-Titel für Spanien
Die Mannschaft von Luis Aragonés beendet mit dem 1:0-Finalsieg gegen Deutschland eine 44-jährige Durstrecke. Den bisher einzigen grossen Titel gewann Spanien bei der EM 1964 im eigenen Land.

Villa Torschützenkönig
Der spanische Stürmer David Villa sicherte sich den Titel des EM-Torschützenkönigs. Der Stürmer von Valencia, der den Final verletzungsbedingt verpasste, schoss vier Treffer, drei davon alleine im ersten Gruppenspiel gegen Russland. (Quelle: si)

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Audio-Beiträge:


Der Schlusspfiff (Fredy Hunkeler und Matthias Baumer)

Schlusspfiff im spanischen Radio RTVE

Der Schlusspfiff im Ersten Deutschen Fernsehen ARD

Torres: «Wir haben unseren Platz gefunden»

Löw: «Der Sieg geht so in Ordnung»

Ballack: «Wir haben ein, zwei Fehler zu viel gemacht»

Thomas Hitzlsperger: «Das Tor war die Vorentscheidung»

Deutsche Fans am Boden zerstört

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