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Dienstag, 9.2.2010

UBS-Chef Oswald Grübel zuversichtlich

Die UBS sei stabiler denn je, sagt Konzernchef Grübel trotz der roten Zahlen im 2009. Bis die Kunden allerdings das Vertrauen in die Bank zurückgewännen, brauche es noch etwas Zeit.

UBS-Chef Oswald Grübel

Die Zahlen der UBS für das vergangene Jahr sind rot, doch im Schlussquartal drehten sie ins Schwarze. Konzernchef Oswald Grübel spricht im Tagesgespräch über die Bilanz 2009 und die Aussichten der Schweizer Grossbank.

Tagesgespräch vom Dienstag, 9.2.2010, 13.00 Uhr, DRS 1 und DRS 4 News

Der Verlust der Grossbank UBS für das vergangene Jahr beträgt 2,7 Milliarden Franken. UBS-Konzernchef Oswald Grübel betonte gegenüber Schweizer Radio DRS jedoch, dass zum ersten Mal seit Langem ein operativer Gewinn habe ausgewiesen werden können – 1,4 Milliarden Franken. Das Minus sei durch Sonderkosten entstanden.

Der Reingewinn im vierten Quartal sei das Resultat der Verbesserungen, welche die Grossbank derzeit umsetze, zum Beispiel die Senkung der Fixkosten. Dadurch sei die UBS Ende Jahr in der Lage gewesen, in allen Geschäftsbereichen Profit zu erzielen.

Vertrauen braucht Zeit

Nach wie vor ziehen aber Kunden Geld von der UBS ab, unter anderem wegen der Steueramnestie in Italien. Allein in der Schweiz betrug der Abfluss fast 6 Milliarden Franken.

Dazu sagte der UBS-CEO, es dauere etwas länger, das Vertrauen in die Bank wiederherzustellen. Doch der erste Schritt sei gemacht. «Die UBS als Bank ist heute stabiler als sie je war», so Grübel.

Boni sind angemessen
Die Bonus-Zahlungen von 3 Milliarden Franken, welche die UBS auszuzahlen plant, verteidigte Grübel. Die Boni seien im Verhältnis zu anderen Banken relativ bescheiden.

«Wir müssen uns einigermassen konkurrenzfähig verhalten. Deshalb glaube ich, dass die Bonus-Zahlungen angemessen waren für unsere Angestellten», sagte Grübel.

Die UBS habe 65'000 Mitarbeitende in 50 Ländern der Welt. Viele von ihnen hätten im vergangenen Jahr sehr gut gearbeitet.

Datenklau als grundsätzliches Problem
Ob die UBS vom aktuellen Datenklau betroffen ist, kann Grübel nicht beantworten. Ausschliessen könne es niemand.

Grübel sieht hier aber ein grundlegendes Problem: «Das Schlimme an der ganzen Sache ist, dass Bankangestellten in der Schweiz Geld offeriert wird, ihr eigenes Unternehmen zu bestehlen.»

Wenn solche Anreize geschaffen würden, könne auch mit dem besten Sicherheitssystem nicht verhindern werden, dass Daten gestohlen würden.

Ziel ist Milliarden-Gewinn ab 2012
Im vergangenen Herbst setzte Grübel für die UBS das ehrgeizige Ziel, ab 2012 wieder 15 Milliarden Gewinn zu erzielen. Daran hält Grübel fest: «Wir sind im Plan». (cdm)

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Dienstag, 9.2.2010

UBS erstmals wieder mit Quartalsgewinn

Zum ersten Mal seit der Krise schliesst die UBS ein Quartal mit Gewinn ab. Für das ganze Jahr resultiert aber ein Verlust von 2,7 Milliarden. Sorgen bereiten die anhaltenden Geldabflüsse.   Mehr

Dossier: Die UBS in Turbulenzen


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