Buch-Tipp: «Splitter»
Marc Lucas ist die Hauptfigur des Romans. Er hat bei einem Autounfall seine Frau und sein ungeborenes Kind verloren. Das führt ihn dazu, bei einem Experiment mitzumachen, das verspricht, Erinnerungen aus dem Hirn zu löschen.
Marc besucht die Klinik, in der dieses Experiment durchgeführt werden soll und lässt sich beraten. Nur beraten, denkt er. Als er aber danach nach Hause kommt, passt sein Wohnungsschlüssel nicht mehr und als er klingelt, öffnet ihm die Person die Tür, mit der am wenigsten gerechnet hat: Seine verstorbene Frau, die ihn aber nicht mehr erkennt.
Niemand scheint ihn mehr zu kennen, es scheint ihn nicht mehr zu geben. Viele andere in Marc Lucas Lage würden durchdrehen, Marc überlegt sich oft, ob er durchgedreht ist, aber nichts hält ihn davon ab, nach der Wahrheit zu suchen. Nebenbei erfahren wir die Geschichte seines Bruders, offenbar das schwarze Schaf in einer Familie, die von der Alkoholsucht des Vaters geprägt wurde.
Der Bruder kämpft mit eigenen Problemen, er wird wegen Geldschulden von einem Mann erpresst, der von ihm verlangt, dass er töten soll. Der Leser ahnt erst mit der Zeit, dass die Schicksale der beiden Brüder zusammenhängen. Und schliesslich stellt sich heraus, dass das Ganze ein abgekartetes Spiel der Familie von Marcs Frau ist und sie – spielt mit.
Doch bis dahin baut der Autor Wendung um Wendung ein und treibt die Spannung in schwindelerregende Höhen. Die Frage, ob die Lektüre fesselt, kann man getrost mit einem doppelten JA beantworten: Ja! Ja! Die Fragen, ob es Erinnerungen gibt, die man gerne aus dem Gedächtnis löschen würde und ob man sie löschen würde, wenn man könnte, hallen noch lange im Kopf herum.
Das Buch:
Sebastian Fitzek / Splitter
Droemer Verlag, 384 Seiten
ISBN: 978-3-426-19847-6
CHF 32.90
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