Gut, aber hässlich: 3D für den Hausgebrauch
So eine 3D-Brille lässt sogar den ansonsten recht ansehnlichen IT-Redaktor Reto Widmer grenzwertig aussehen
In der kleinen 3D-Ecke in Halle 16 findet man die Cinemizer-Brille von Carl Zeiss, den Fernseh-3D-Monitor für unterwegs. Soweit so praktisch.
DRS 3 IT-Redaktor Reto Widmer fragt sich allerdings, ob er, der sowieso schon Brillenträger ist, sich so ein Ding auch in der Öffentlichkeit aufsetzen täte. Man ist ja schliesslich auch eitel, und so eine 3D-Brille ist nichts für Ästheten.
Es geht auch ohne Brille
Zur Freude Reto Widmers gibt es aber auch Systeme ohne Brille. Beim Display von Seefront sitzt die «Brille» quasi auf dem Monitor selber in Form einer kaum sichtbaren Folie. Das Prinzip soll vor allem Gamer begeistern.
Ein nachträglich auf das Display des Notebooks montierter Rahmen sorgt für 3D-Effekte auch bei Spielen, die nicht explizit für eine dreidimensionale Darstellung ausgelegt wurden. Reto Widmer hats ausprobiert: Ihm wurde schon nach einer Minute schlecht, aber das passiert ihm angeblich bei jedem Aktions-geladenen Game.
Den besten dreidimensionalen Eindruck hat Reto bei den Spezial-Fernsehern von Hyundai/Samsung. Hier beschränkte sich der 3D-Effekt nicht nur einfach auf einen gewissen Tiefen-Eindruck, hier springen einen die Objekte förmlich an und liegen wie im Kino teils mindestens einen Meter vor dem Monitor.
Selbst ist der 3D-Mann!
Wer 3D guckt, möchte vielleicht auch selber 3D-Filme produzieren. Das ist mit einer kleinen Kamera, die man sich an die Sonnenbrille klebt, möglich. Die Kamera funkt dann das Signal an einen ziemlich klobigen Rekorder, den man in der Tasche stecken hat.
Mit der Kamera im Gesicht sieht man allerdings noch beknackter aus als mit einer «normalen» 3D-Brille, und wer mit einem solchen Teil auf der Nase durch die Gegend laufen will, braucht einen sehr ausgeprägten Sinn für schrägen Humor (siehe Bildergalerie). Wem dieser abgeht, kann die 3D-Kamera auch direkt auf den Rekorder klemmen und auf klassische Art und Weise filmen.
The Hype
Kommen wir zurück zur Cinemizer-Brille von Carl Zeiss. Sie ist nicht schön, aber sie hat Journalisten angezogen, wie kaum eine andere Neuerung an der CeBIT 2010. Wieso vor allem Russen da waren, wissen wir nicht. Warum der Russe im Video unten so viel Mühe hat, seine Anmoderation zu lesen auch nicht - aber lustig anzusehen ist es allemal (siehe Video). (ewa, jam)
