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Letztes Update: Freitag, 6.1.2012

Alte Computer rezyklieren - der Rohstoffe wegen

So mancher neuer Laptop oder Tablet-PC dürfte diese Weihnachten zwischen Löschdecke und Kinderspielzeug gelegen haben. Den erhöhten Absatz von Unterhaltungs-Elektronik bekommen jeweils auch die Recycling-Anlagen zu spüren.

Reicht fast für ein neues iPad: Alu von einem rezyklierten Computer

17 Kilo pro Kopf
Wir Schweizer sind Weltmeister im Rezyklieren von Elektro-Schrott. Stolze 17 Kilogramm an alten Fernsehern, PCs, Handys und anderen Elektronik-Geräten sammeln wir pro Person, jedes Jahr. (Natürlich sind wir Schweizer auch weltmeisterlich, was den Verschleiss an diesen Geräten angeht.)
Zum Vergleich: die EU hat zum Ziel, 4 Kilo pro Person und Jahr an Elektroschrott zu rezyklieren, was nicht in allen Ländern erreicht wird. Viele EU-Länder exportieren ihren Schrott unter fragwürdigen Bedingungen nach Länder wie China.

Der vorgezogenen Entsorgungsgebühr sei Dank
Die bereits 1994 eingeführte Entsorgungsgebühr auf Neuwaren in der Schweiz ist mitverantwortlich für diesen guten Wert. Dank der so gesicherten Finanzierung, ist die Entsorgung und das Recycling überall kostenlos möglich.
Die SWICO Recycling konnte im 2012 rund 55'000 Tonnen an rezyklierten Rohstoffen vermelden. Die Menge nimmt jährlich um mehrere Prozentpunkte zu.

Sekundärrohstoffe - pures Gold
Viele wertvolle Metalle werden in Elektronik-Geräten verbaut. Sie werden als Sekundärrohstoffe beim Recycling zurückgewonnen. So wird Aluminium gerne für Geräte-Gehäuse verwendet. Kupfer ist noch immer das Metall der Wahl auf Leiterbahnen und in Kabeln. Doch auch Edelmetalle wie Gold, Silber und Palladium kommen in beachtilichen Mengen in diesen Geräten vor.
Nach der mechanischen Trennung der einzelnen Metalle mittels Magnete, Gebläse und anderen Sortiertechniken, werden sie verhüttet und können wieder verwendet werden.

Seltene Erden - auch das Recycling ist derzeit noch selten
Ein Problem stellt heute noch das Rezyklieren von Seltenen Erden dar. Diese tatsächlich seltenen Metalle sind für die Herstellung von High-Tech Geräten unverzichtbar geworden. Sie kommen in vergleichsweise sehr kleinen Mengen und in Form von chemischen Verbindungen im Geräteschrott vor. Es ist darum viel aufwänder, sie wirtschaftlich zurückzugewinnen, weshalb es hierzulande noch nicht geschieht.

Reto Widmer hat sich in einer Recykling-Anlage der immark AG schlau gemacht, wie die Auftrennung der einzelnen Bestandteile vor sich geht. Im Video.

Reto Widmer / Lucius Müller

 

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IT-Redaktor Reto Widmer hat seinen Computer recycled
Hören (6:53)



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