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Dienstag, 29.3.2011

Swiss prüft Strahlenbelastung schon in Japan

Wegen der Atomkatastrophe untersucht die Fluggesellschaft Swiss Gepäck und Fracht neu auch in Japan auf Radioaktivität. Bislang wurden Flugzeuge erst in der Schweiz überprüft.
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Koffer, Taschen und Frachtgüter, die durch die Swiss von Japan in die Schweiz transportiert werden sollen, werden vorläufig noch genauer auf radioaktive Strahlen geprüft. Angesichts der Verschärfung der Lage im AKW Fukushima hat die Schweizer Fluggesellschaft entschieden, Gepäck und Fracht noch vor Abflug zu kontrollieren.

Schweizer Experte in Tokio
«Vorsichtshalber prüfen wir Cargo und Container in Japan. Zu diesem Zweck ist ein Experte des Paul-Scherrer-Instituts nach Tokio geflogen und bildet unsere Leute vor Ort für diese Messungen aus», sagte Swiss-Sprecherin Susanne Mühlemann im Zürcher Lokalsender «Radio 24».

Flugzeuge aus Tokio hatte die Swiss bereits seit Mitte März in Zürich auf Radioaktivität untersucht. Bei den Messungen wurden bis jetzt keine erhöhten Strahlenwerte festgestellt.

Es sei wichtig zu verhindern, dass Radioaktivität von Japan in die Schweiz gelange. Auch das Personal der Fluggesellschaft sei zu schützen, sagte Strahlenexperte Rolf Stürm dem Sender.

Die Schweiz habe sehr strenge Richtwerte für Radioaktivität und Strahlen - und diese könnten sehr schnell überschritten werden. Dies könnte etwa dazu führen, dass die Swiss einen radioaktiv verstrahlten Sitz im Flugzeug entfernen müsste.

Auslastung nach wie vor tief
Die Swiss fliegt bis auf weiteres von Zürich mit einem Zwischenstopp in Hongkong nach Tokio und auf derselben Strecke zurück. Die Airline bedient die Destinationen einmal pro Tag.

Rückkehrer aus Japan in die Schweiz gibt es nicht besonders viele. In den nächsten drei Tagen sind auf den Flügen von Zürich nach Tokio an Bord des Airbus A340 von 228 Plätzen zwischen 70 bis 100 Sitze besetzt. Aus Japan nach Zürich reisen zwischen 40 bis 60 Passagiere.

Schweizer, die mit Swiss Mitte März von Japan zurück in die Heimat geflogen sind, müssen ihr Flugticket nicht selbst bezahlen. Das Eidgenössische Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) übernimmt die Kosten für die Repatriierung. Für Evakuierungen bei Krisen steht im EDA ein Jahresbudget von 400'000 Franken zur Verfügung. (brar, sda)

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Dienstag, 15.3.2011

Reisen nach Japan: EDA rät ab, Swiss beurteilt Lage

Nach wie vor befinden sich Schweizer Touristen im krisengeschüttelten Japan. Wer noch vor einer Reise steht, kann sie bei den meisten Reiseunternehmen kostenlos annullieren. Das Aussendepartement rät dazu; die Swiss beurteilt ihren Flugplan täglich neu.  Mehr


Dossier, Letztes Update: Sonntag, 11.3.2012

Japan: Erdbeben- und Atomkatastrophe

Am 11. März 2011 löste ein Beben der Stärke 9,0 vor der Ostküste Japans einen Tsunami aus, der weite Küstenstriche und ganze Städte zerstörte. Er beschädigte auch ein AKW und löste damit den atomaren Notstand aus.

Die Atomkatastrophe in Japan (Bildstrecke)
Die Atomkatastrophe in Japan
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