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Dienstag, 20.12.2011

«Ich habe keinen Sololauf gemacht»

Noch wenige Tage, dann scheidet Aussenministerin Micheline Calmy-Rey aus ihrem Amt aus. Im «Tagesgespräch» blickte sie noch einmal zurück auf neun bewegte Jahre an der Spitze des EDA. Sie habe das Amt gern ausgeübt, so die Bundesrätin. Als Einzelkämpferin sieht sie nicht.

Gemischte Gefühle zum Abschied: Micheline Calmy-Rey, hier bei ihrer Verabschiedung im Parlament. (Keystone)

Bundespräsidentin Micheline Calmy-Rey

Tagesgespräch vom Dienstag, 20.12.2011, 13.00 Uhr, DRS 1 und DRS 4 News

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In wenigen Tagen endet für die amtierende Bundespräsidentin Micheline Calmy-Rey ihre Zeit als Bundesrätin. Die Genfer SP-Politikerin, die die Aussenpolitik der Schweiz in den vergangenen neun Jahren wohl so stark prägte wie wenige ihrer Vorgänger, blickt mit gemischten Gefühlen auf den letzten Tag im EDA.

«Da ist Freude auf die Zukunft, aber da ist auch eine gewisse Nostalgie», sagte Calmy-Rey im «Tagesgespräch» von Schweizer Radio DRS. Sie habe sich neun Jahre lang für die Schweizerische Aussenpolitik engagiert, «neun Jahre, in denen ich stolz war, die Schweiz vertreten zu dürfen.» Dass dies nun zu Ende gehe, stimme sie auch etwas wehmütig. «Was ich getan habe, habe ich gern getan», so Calmy-Rey.  

«Bilateralen Weg vertiefen»
Gefragt nach ihrer persönlichen politischen Bilanz der vergangenen neun Jahre wies Calmy-Rey auf die Europapolitik hin. «Ich habe versucht, den bilateralen Weg zu vertiefen und ich glaube, das ist uns gelungen.» Nun anerkenne auch die EU diesen Weg, «das war vor einigen Jahren noch schwierig. Die wollten das nicht.»

Kritik, sie habe das Amt für Sololäufe genutzt, wies Calmy-Rey zurück. Aussenpolitik sei Sache des gesamten Bundesrates, dieser entscheide. Zwar habe jeder Bundesrat gewisse Spielräume, aber ohne die Unterstützung des Bundesrates hätte sie nie erreichen können, was sie erreicht habe, so Calmy-Rey. (ank)

 

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