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Samstag, 28.1.2012

Lagarde hofft auf höhere IWF-Beteiligung

Der Internationale Währungsfonds möchte mehr Geld von der Schweiz, um sich an der Aufstockung des Euro-Rettungsschirms zu beteiligen. IWF-Chefin Lagarde legte Bundespräsidentin Widmer-Schlumpf in Davos eine konkrete Zahl vor.

IWF-Chefin Christine Lagarde und Bundespräsidentin Eveline Widmer-Schlumpf in Davos. (Keystone)

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Bundespräsidentin Eveline Widmer-Schlumpf und IWF-Chefin Christine Lagarde haben am Rande des Weltwirtschaftsforums in Davos über die Aufstockung des permanenten Euro-Rettungsschirms gesprochen. Lagarde habe auch eine konkrete Zahl genannt, sagte Widmer-Schlumpf am Samstag zum Treffen vom Vorabend, ohne den Betrag zu nennen.

Es habe sich nicht um einen formellen Antrag gehandelt. Lagarde habe dargelegt, was der Ansatz für eine Berechnung und eine Aufteilung unter den einzelnen IWF-Ländern sein könnte und zu welchen Beiträgen diese möglicherweise bereit seien, erklärte Widmer-Schlumpf. Die Berechnung Lagardes bezeichnete sie als «nachvollziehbar». Sie werde diese Vorstellungen nun im Bundesrat zur Diskussion stellen.

Die Finanzministerin liess aber bereits durchblicken, wie sie sich im Grundsatz zu einem höheren Schweizer Beitrag stellt: Man müsse alles unternehmen, damit sich die Situation wieder stabilisiere, sagte sie. «Die Schweiz hat alles Interesse daran, dass rund um uns herum stabile Verhältnisse herrschen.»

Widmer-Schlumpf äusserte sich auch zum Verkauf der Bank Wegelin. Dieser Fall zeige, wie wichtig es sei, «dass wir in der Diskussion mit den USA zu Lösungen kommen, die verhindern, dass andere Banken in die gleiche Situation geraten». Ob derzeit anderen Schweizer Banken das gleiche Schicksal drohe, könne sie nicht beurteilen. Die Finanzministerin bekräftigte, dass sie damit rechnet, noch dieses Jahr eine Lösung mit den USA zu finden. (bru, sda)

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