Film-Tipp: Der 10. Pixar-Höhenflug
Die Hauptfiguren wollen hoch hinaus. (Walt Disney)
Der köstliche Kurzfilm «Teilweise wolkig» stimmt das Publikum bereits auf luftige Höhen ein. Denn darin geht es um den bemitleidenswerten Storch Peck, der statt süsse Kätzchen oder Menschenbabys immer Krokodile, Haie oder Stachelschweine ausliefern muss. Kein Wunder, sieht der arme Kerl aus wie ein gerupftes Huhn auf Stelzen.
So warm gelacht kann das Publikum dann mit «Up - Oben» erst richtig abheben. Statt sein Haus abbrechen zu lassen, fliegt nämlich der ehemalige Ballonverkäufer Carl damit auf und davon. Der 78-jährige Rentner hat 20'622 Luftballons ans Haus gebunden. Genauso viele haben die Pixar-Leute tatsächlich animiert. Um das Haus wirklich zum Fliegen zu bringen, bräuchte man allerdings 26.5 Millionen Ballons. Aber wir sind ja nicht in der Realität, sondern in der Fantasiewelt von Pete Docter («Die Monster AG») und Bob Peterson («Findet Nemo»). Und diese Fantasiewelt ist ziemlich bunt und abgefahren.
Kurz vorm Abheben des Hauses hat sich der achtjährige Pfadfinderjunge Russell heimlich auf die Veranda geschlichen. Als der grantige Rentner ihn entdeckt, ist er zunächst nicht begeistert. Doch Carl hat keine andere Wahl, als die kleine Quasselstrippe mitzunehmen. So kommen kindliche Ausgelassenheit und die Gelassenheit des Alters zusammen, landen im Dschungel von Venezuela, treffen auf sprechende Hunde und einen buchstäblich komischen Vogel. Das muss man gesehen haben. Und in 3D macht es noch mehr Spass.
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