Film-Tipp: Stress mit der Polizei
Zwei Macker geraten aneinander: Victor (Carlos Leal, rechts) und Fred (Stress). (Ascot Elite)
Der Polizist Alex (Laurent Lucas) lebt so sehr für seine gefährliche Arbeit, dass seine Ehe in die Brüche geht. Klar leidet darunter auch seine Beziehung zu Lou (Chloé Coulloud), seiner Tochter im Teenager-Alter. Dann ist da noch der frisch aus dem Gefängnis entlassene Victor (Carlos Leal), der sofort wieder munter in der Drogenmafia mitmischt. Dabei war Victor einst selber Polizist und erst noch Alex' bester Freund. Aber nun ist er der Geliebte von dessen Ex. Wir haben also einen guten und einen bösen Bullen plus die Tochter des Guten, die selber Drogen nimmt.
Ohne den leisesten Anflug an Selbstironie schlittert das Cop-Drama ungebremst ins Pathos. Was tragisch sein sollte, wirkt klischiert. Aber wenigstens kommt das Ganze im professionellen Look eines Hollywood-Thrillers daher. Und der Rapper Stress glänzt in einer kleinen Rolle als fieses Arschloch. Deshalb ist es auch völlig in Ordnung, dass er mit «V» noch den Abspannsong beisteuert.
Das Irritierendste am Schweizer Thriller «Verso» ist, dass man zuerst lange nichts kapiert und dann, sobald man die Zusammenhänge begreift, enttäuscht ist, wie simpel die Story letztlich gestrickt ist. Von Xavier Ruiz, dem Regisseur des tollen Armeekrimis «Neutre» (2001), hätte man mehr erwartet.
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