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17.07.2010

Film-Tipp: Verrückt, aber charmant

Bei Jean-Pierre Jeunet ist alles immer ein bisschen dramatischer (siehe «Un long dimanche de fiançailles»), skurriler (siehe «Delicatessen») und märchenhafter (siehe «Amélie») als bei anderen Filmregisseuren. Das trifft zum Glück alles auch auf «Micmacs - Uns gehört Paris!» zu.

Bazil (Dany Boon) verguckt sich in die Schlangenfrau Mademoiselle Kautschuk (Julie Ferrier). (Pathé Films)

Dany Boon, der Star aus der Hitkomödie «Bienvenue chez les Ch'tis», spielt einen Pariser Videothekenbesitzer. Eines Abends gerät dieser Bazil in eine Schiesserei und wird mit einer Kugel im Kopf ins Spital eingeliefert.

Da dies ein Film von Jean-Pierre Jeunet ist, überlebt Bazil das Malheur. Und weil die Operation zu riskant ist, lassen die Ärzte die Kugel sogar in seinem Kopf. Zu allem Überdruss verliert Bazil auch noch Job und Wohnung.

Doch Rettung naht: Bazil trifft auf den kauzigen Canaille (Jean-Pierre Marielle), der mit einer Gruppe wunderlicher Aussenseiter, den Micmacs, in einer aus Schrott gebauten Hütte zusammenlebt.

Als Bazil zufällig herausfindet, wer die Kugel in seinem Kopf hergestellt hat, beginnt er einen Rachefeldzug gegen den Waffenfabrikanten, indem er diesen in einen Krieg mit seinem grössten Konkurrenten verwickelt.

Einmal mehr zeigt Jean-Pierre Jeunet Paris, wie es in keinem Ferienprospekt zu sehen ist. Dabei kreiert er eine zeitlose Gegenwelt, die von Fantasie, Humor und Romantik lebt. «Micmacs - Uns gehört Paris!» ist pures Kinovergnügen.

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