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14.02.2011

Film-Tipp: Geadelt mit 12 Oscarnominationen

Warum soll man einen Film über einen stotternden König sehen, der dank den unkonventionellen Methoden eines Sprechtrainers sein Handicap überwindet? Weil «The King's Speech» ganz grosses Kino ist.

Das Mikrophon als bedrohliches Monster: King George VI. (Colin Firth) muss all seinen Mut zusammennehmen. (Ascot Elite)

Unglaublich, was die Logopäden alles von Albert Frederick Arthur George alias Bertie (Colin Firth) verlangen. Da soll der Stotterer mit Murmeln im Mund fliessend sprechen, was natürlich noch weniger funktioniert als ohne.

Erst als seine Frau Elizabeth (Helena Bonham Carter) Bertie überredet, den exzentrischen Sprachtherapeuten Lionel Logue (Geoffrey Rush) aufzusuchen, scheint Besserung möglich. Allerdings glaubt Bertie selber nicht daran.

Stotternder König
Dann wird er 1936 nach dem Rückritt seines Bruders überraschend zum Thronfolger. Fortan heisst er King George VI. und muss noch mehr öffentliche Reden halten als bisher. Jetzt kann der 40-Jährige (und Vater der heutigen Queen Elizabeth) nicht mehr zurück und nimmt den Kampf gegen sein Stottern auf.

Colin Firth wurde für seine Ausnahmeleistung schon mit zahlreichen Lobeshymnen und Auszeichnungen überhäuft, sicher zurecht. Aber ein Hauptdarsteller kann erst richtig glänzen, wenn ihm seine Nebendarsteller gute Steilpässe zuspielen.

Glänzende Schauspieler
Besonders Geoffrey Rush brilliert als Sprechtrainer, der sich von Seiner Majestät nicht einschüchtern lässt und klarstellt, wer im Therapieraum das Sagen hat. Nach einem Oscar für «Shine» und zwei Nominationen für «Shakespeare in Love» und «Quills» ist Rush für diese Rolle nun zum vierten Mal für einen Oscar nominiert.

Colin Firth war letztes Jahr für «A Single Man» erstmals nominiert und hätte schon damals einen Oscar verdient. Dieses Jahr spricht nach dem Gewinn des Golden Globe alles für ihn. Denn seine Leistung in «The King's Speech» ist wirklich königlich. (rb)

«Box-Office»-Beitrag von SF

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Die Kritik des Filmexperten Reto Baer
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