Film-Tipp: Und täglich grüsst der Bombenleger
Der Blick auf die Uhr bietet Colter Stevens (Jake Gyllenhaal) beim Zeitreisen im Innern eines fahrenden Zugs kaum Orientierung. (Rialto)
6 = phänomenal; 5 = sehr gut; 4 = gut;
3 = akzeptabel; 2 = schlecht; 1 = unter jedem Bär
Es gibt Theorien, die von einem Paralleluniversum ausgehen, das mit unserer Realität identisch ist. Dadurch sollen Zeitreisen möglich werden. Doch endgültig erforscht ist noch gar nichts.
Im Film ist «Source Code» ein geheimes Programm der US-Regierung, das es ermöglicht, in den Körper eines anderen Menschen zu schlüpfen - allerdings nur in den letzten acht Minuten vor dessen Tod.
Wettrennen gegen die Zeit
Der Filmheld Colter Stevens (Jake Gyllenhaal) wird dank dieser Technik mehrmals in den Körper eines Zugspassagiers versetzt. Sein Auftrag: Er soll in diesen acht Minuten den Attentäter ausschalten, der auf den Zug einen Bombenanschlag verübt hat.
Wieder und wieder durchlebt Stevens die Katastrophe und sammelt immer mehr Hinweise. Die Zeit drängt, denn als nächstes will der Attentäter Millionen Menschen in der Innenstadt von Chicago in die Luft sprengen.
Der Kluge reist durch die Zeit
Duncan Jones hat mit dem Sciencefiction-Kammerspiel «Moon» ein aufsehenerregendes Regiedebüt abgeliefert. Mit «Source Code» präsentiert das Regietalent nun seinen zweiten Spielfilm: einen cleveren, temporeichen und erst noch romantischen Action-Thriller.
«Source Code» pendelt raffiniert zwischen verschiedenen Realitätsebenen hin und her und bleibt bis zum verblüffenden Schluss unberechenbar. «Source Code» ist eine Art «Und täglich grüsst das Murmeltier» für Thriller- und SF-Fans. (rb)
Mehr zum Stichwort:
