Schweizerin in Auswahl für Deutschen Buchpreis
Melinda Nadj Abonji (Keystone)
Grosserfolg für die Zürcherin Melinda Nadj Abonji: Mit ihrem Werk «Tauben fliegen auf» hat sie es auf die Shortlist für den Deutschen Buchpreis 2010 geschafft. Die Jury nannte die sechs Titel, die weiterhin im Wettbewerb um den Preis stehen.
Die weiteren Anwärter auf die prestigeträchtige Auszeichnung sind: «Georgs Sorgen um die Vergangenheit oder im Reich des heiligen Hodensack-Bimbams von Prag» von Jan Faktor, «September» von Thomas Lehr, «Andernorts» von Doron Rabinovici, «Rabenliebe» von Peter Wawerzinek sowie «Dinge, die wir heute sagten» von Judith Zander.
Sechs aus 148
Die Jurymitglieder trafen eine Auswahl aus den 20 Titeln der Longlist, ursprünglich waren 148 Bücher eingereicht worden. Der Gewinner der mit insgesamt 37'500 Euro (50'300 Franken) dotierten Auszeichnung wird am 4. Oktober bekanntgegeben.
Abonji erzählt in «Tauben fliegen auf» von einer ungarischen Familie aus der serbischen Provinz Vojvodina: Die Eltern dislozieren dabei in die Schweiz und holen später, in den 1970er Jahren, ihre Töchter nach. Die Zürcher Autorin und Musikerin Abonji wurde 1968 in Becsej/Serbien geboren.
Grosse Resonanz
Der Deutsche Buchpreis, vom Börsenverein des Deutschen Buchhandels organisiert, wird in diesem Jahr zum sechsten Mal vergeben. Er gilt inzwischen als die literarische Auszeichnung mit der grössten öffentlichen Resonanz im deutschsprachigen Raum.
Bisher keine Schweizer auf der Shortlist
Im vergangenen Jahr hatten Peter Stamm mit «Sieben Jahre» und die Wahlzürcherin Sibylle Berg mit «Der Mann schläft» einen Platz auf der Longlist erreicht. Auf die Shortlist kamen ihre Werke nicht. (luek, sda)
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