Stil-Tipp: Jeans, die Unverwüstlichen
Alle tragen sie, alle brauchen sie, alle lieben sie - ohne Jeans wäre unser modernes Dasein weniger leicht zu leben. Die einstige Arbeiterhose der Goldgräber hat eine der bemerkenswertesten Karrieren der Modegeschichte hingelegt und gehört heute für weit über die Hälfte aller Menschen zur Standardgarderobe für jeden Tag.
Anders ausgedrückt: ohne Jeans würden die Menschen wohl nackt herumlaufen. Ausser zu Opernbällen, Hochzeiten, grossen Festen, vor dem Papst oder auf dem politischen Parkett können Jeans heute auch überall lässig getragen werden. Selbst in den Teppichetagen gewöhnt man sich an die blaue Nietenhose - so lange sie edel getragen wird, etwa mit Hemd/Bluse und guten Schuhen. Denn eines sollte man mit Jeans nicht tun: den Look weiter «ent-glamourisieren», indem man die Denimhose zum Schlabbershirt und Turnschuhen trägt.
Modisch ist die ganz schmale Röhrenhose immer noch top, doch sie wird zunehmend bedrängt von der deutlich weiter getragenen, am Saum etwas hochgerollten «Boyfriend»-Jeans, die aussieht, als hätte Frau sie dem Freund aus dem Kleiderschrank stibitzt.
Möglich ist auch die klassische Boot Cut-Form - 70ies-Schlaghosen sind heute jedoch kaum noch zu finden. Die Taille wird wieder höher getragen. Auf der anderen Seite kommen die hochelastischen Stretchjeans, die sich wie Leggings tragen und in denen man sogar joggen könnte. In die Badewanne steigen, um die Jeans so richtig eng auf Körperform schrumpfen zu lassen, erübrigt sich also heute. Bei den Waschungen geht es um einen «authentischen» Look, wenngleich dieser oft mit viel Chemie und Wasser zustande kommt -, also darum, die Jeans aussehen zu lassen, als sei sie bereits getragen worden..
Die ganz «brettigen» Blauen sind eine gute Alternative für Menschen, die es natürlich mögen. Neu kommt auch die Javelbleiche «Moon Bleach» wieder in Mode, wie man sie in den 80ern kannte. Out sind allerdings extrem «kaputte» Jeans, die absichtlich mit Löchern versehen wurden.
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