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Letztes Update: Donnerstag, 7.1.2010

Stil-Tipp: Der Facebook-Knigge von Jeroen van Roijen

Eine geschätzte Million Schweizerinnen und Schweizer sind auf Facebook. Dieser «Treffpunkt der Extrovertierten» ist zum Teil vom Persönlichkeitsbild und ein wichtiges Mittel zur Selbstdarstellung geworden, so wie Kleidung oder Einrichtungsgegenstände auch. Doch wie «möbliert» man seine Facebook-Welt stilvoll?

Die vielen Gesichter des Jeroen van Roijen: Jeroens Facebook-Profil-Fotos der vergangenen Monate.

Vorausgesetzt, man will bei Facebook dabei sein - ein Muss ist das kunterbunte Gaudi-Netzwerk nämlich noch lange nicht - wird man sehr bald einen Haufen neuer Freunde haben. Alte Bekannte, «echte» Freunde, Gleichgesinnte oder auch wildfremde Zufallskontakte.

Nur die schiere Menge der «Freunde» ist aber entgegen weit verbreiteter Meinung noch lange kein Statussymbol. Facebook-Feinschmecker prüfen deshalb jede Anfrage gewissenhaft, ob sich hinter dem möglichen Freund auch wirklich etwas Erfreuliches oder nur ein digitaler «Spanner» versteckt.

Regelmässiges «Aufräumen» in Freundesliste ist empfehlenswert, wenn das Netzwerk wirklich übersichtlich bleiben soll. «De-frienden», also Löschen von nicht aktiven Freundschaften, ist kein Delikt, sondern völlig in Ordnung.

Echter Name ist Pflicht
Menschen, die nichts zu verbergen haben, melden sich deshalb grundsätzlich mit ihrem richtigen Namen und einem identifizierbaren Foto bei Facebook an. Alle anderen Figuren sind zweifelhaft.

Man kann und soll sein Profilfoto ab und zu wechseln, es darf auch mal albern sein, es sollte aber immer den tatsächlichen Menschen und nicht jemand anderen oder gar prominente Persönlichkeiten darstellen.

Statusmeldungen mit Esprit
Das regelmässige Aufdatieren der Statusmeldung ist Pflicht, will man auch wirklich wahrgenommen werden. Dabei ist auf intelligenten Inhalt, korrekten Satzbau und etwas Esprit zu achten - aber auch auf Diskretion.

Andere Leute blosszustellen oder grob zu schimpfen ist unfein. Ausserdem bleiben solche Temperamentsausbrüche auf immer irgendwo gespeichert.

Am besten ist man auch ganz, ganz vorsichtig mit dem Beitritt zu Gruppen und Fan-Pages, will man nicht im Nu mit Massenmails zugemüllt und als Manövriermasse missbraucht werden.

Viele Gruppen verfolgen auch kommerzielle oder politische Ziele und sind nur so lange aktiv, bis sie ihre Ziele erreicht haben. Und wer eine Fan-Page hat, der sollte auch einen gewissen Aufwand betreiben, sie attraktiv und informativ zu halten.

Keine Schlechtmacherei
Abzulehnen sind Gruppen, die sich der Schlechtmacherei von anderen Menschen oder Bevölkerungsgruppen verschrieben haben.

Persönliche Mitteilungen an eine bestimmte Person schreibt man immer als persönliche Mail, nie jedoch an die Pinnwand, wo es jeder andere auch lesen kann. Bilder von anderen Menschen postet man auch nur, wenn man sicher ist, dass diese damit einverstanden sind und nicht an deren Ehre rührt.

Und wenn eines Tages alles zu bunt und albern wird: deaktivieren und Account löschen ist auch möglich, ohne dass man im realen Leben von der Umwelt abgeschnitten würde. (jvr)

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Die Facebook-Tipps vom Stil-Experten Jeroen van Roijen
Hören (10:12)

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